So testet Motorrad (Archivversion) Frei-Schwinger

Links, rechts, links, rechts: Unzählige Messreihen im Pylonen-Parcours dienen als Grundlage für die subjektive Bewertung in den Bergen.

Eines vorweg: Schnell fahren bei den Fahrdynamik-Tests heißt nicht, dass MOTORRAD in den Alpen rast, was das Zeug hält. Schwächen offenbaren sich jedoch erst im Grenzbereich. Deshalb durchlaufen die 20 Maschinen vorab auf dem MOTORRAD-Testgelände ein spezielles Messprogramm. Im Gebirge werden dann Durchzug, Verbrauch und Bremsweg ermittelt.

Im Slalom-Parcours setzen die starken und handlichen Sportler zunächst die Benchmark, aber Street Triple, Hayabusa und Monster können das Tempo locker mitgehen. Bei der Rocket Touring und der DN-01 hapert es an der Schräglagenfreiheit, entsprechend langsam sind auch die Zeiten in der Kreisbahn. Mana und F 650 GS setzen in Schräglage mit zwei Personen ebenfalls ziemlich früh auf.

Die schwere Rocket ist außerdem ein echter Säufer. Am genügsamsten sind die Allrounder F 650 GS und Monster 696. Überraschend der geringe Durst der Sportler Fireblade und R6. Dass die DN-01 den zweithöchsten Verbrauch hat, geht wohl auf das Konto der höheren Verlustleistung des Automatikgetriebes.

Die Beschleunigungswerte wurden wie sonst üblich solo in der Ebene gemessen, der Durchzug zum einen im letzten Gang in großer Höhe, zum anderen im zweiten Gang am Berg, hier mit Sozius. Dabei geht der Monster die Puste aus, die DN-01 wirkt ohnehin angestrengt. Wobei selbst bei einer 1400 GTR der Hubraum die lange Übersetzung nicht ausgleichen kann.

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Bremsmessung, dort gelingt der DN-01 ein Überraschungserfolg. Auffällig: Die Allrounder lassen sich besser bremsen als die Sportler. ABS hilft ohnehin immer.

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