So testet MOTORRAD (Archivversion) Schräglagenfreiheit

MOTORRAD erklärt die einzelnen Kriterien der 1000-Punkte-Wertung (Teil 11)

Wer früher am Bikertreff Eindruck schinden wollte, musste mit angeschliffenen Fußrasten, Schalldämpfern oder – im Fall von Boxermotoren – Zylinderkopfdeckeln aufkreuzen. Heute gelten in gewissen Kreisen noch ähnliche Gesetze, jedoch sind diese Insignien verwegener Fahrweise erheblich schwerer zu erlangen. Denn in der Regel muss man mit modernen Maschinen ziemlich schräg ums Eck wetzen, bis irgendein Bauteil aufsetzt. Gott sei Dank, denn schließlich geht es hier ja nicht um rennmäßige Kriterien, sondern um die Sicherheit. Wer sich im Kurvenradius verschätzt, braucht bei der Kurskorrektur Reserven, ohne dass es ihn gleich gen Grünstreifen hebelt. MOTORRAD überprüft die Schräglagenfreiheit zwar informationshalber auch auf der Kreisbahn, bewertet wird jedoch das Verhalten auf der Testrunde bei zivilisierter Fahrweise. Bewertet wird nicht nur, ob. sondern auch wie die Maschine aufsetzt. Läßt sich die Schräglage mit Spitzen an den Fußrasten ertasten? Werden Verkleidungsteile duchgeschliffen? Hebelt der Hauptständer die Maschine unvermittelt aus der Spur, weil das Hinterrad urplötzlich wegrutscht?

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