So testet MOTORRAD (Archivversion) Sitzkomfort Fahrer

MOTORRAD erklärt die einzelnen Kriterien der 1000-Punkte-Wertung (Teil 1)

Was komfortabel oder unbequem ist, darüber gibt es auf den Testfahrten reichlich Diskussionsstoff. Aber in der Regel liegen die Meinungen der unterschiedlichen Piloten am Ende doch nicht weit auseinander. Da die 1000-Punkte-Wertung eine Alltagswertung ist, werden die besonderen Anforderungen von Rennstrecke oder Gelände nicht berücksichtigt, diese fließen in Spezialwertungen ein. Eine allgemeine Aussage, ob eine sportliche, touristische, chopper- oder enduromäßige Sitzposition besser oder schlechter ist, lässt sich nicht treffen, es kommt eben immer auf den Einzelfall an. MOTORRAD testet stets mit mehreren Fahrern unterschiedlicher Größe, wobei »normale« Staturen natürlich größeres Gewicht bei der Punktevergabe erhalten. Abzüge gibt es für störende Kanten oder Ecken, mangelnden Knieschluss oder eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Auch Form und Konsistenz des Sitzpolsters spielen eine große Rolle. Zu harte Sitzpolster sind auf Dauer ebenso unerträglich wie zu weiche. Die 998 war bisher wegen ihrer extrem rennmäßigen Sitzposition mit 14 Punkten nur mäßig beurteilt worden. Ducati hat gerade an diesem Punkt gearbeitet, um die Alltagstauglichkeit zu verbessern. Das neue Modell ist aufgrund der geringeren Sitzhöhe bequemer, ohne an Sportlichkeit entscheidend einzubüßen. Für eine sehr hohe Punktzahl reicht es trotzdem nicht, aber immerhin kann die 999 sieben zusätzliche Punkte ergattern. Honoriert wurde auch die Möglichkeit, die Fußrasten und Hebeleien individuell einzustellen.

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