So testet MOTORRAD (Archivversion) Windschutz

MOTORRAD erklärt die einzelnen Kriterien der 1000-Punkte-Wertung (Teil 11)

Dass einem der Wind um die Ohren pfeifft, macht für viele den besonderen Reiz des Motorradfahrens aus, auch wenn das auf Dauer und bei hohem Tempo eine ziemlich ungemütliche Sache werden kann. Komfortabler ist da sicherlich eine Verkleidung, die die Luftströmung möglichst weitgehend um den Fahrer herumleitet. In der Praxis kann das nie vollständig gelingen, dazu wären riesige, ausladende Verschalungen und entsprechende Heckverkleidungen nötig. Auch schränken gesetzliche Vorschriften den Windschutz ein, da sie etwa die Höhe der Verkleidungsscheibe begrenzen. Die geschützte Zone ist also zwangsläufig begrenzt. Am Rand kommt es zu Turbulenzen und Wirbelschleppen infolge des Strömungsabrisses an Verkleidungskanten. Wenn diese ungünstig auf den Körper des Fahrers treffen, wird er mehr oder weniger kräftig durchgerüttelt. Besonders unangenehm sind turbulente Strömungen am Helm, die laute Geräusche verursachen. Verstellbare Verkleidungsscheiben bieten den Vorteil, dass die Strömung den individuellen Wünschen und der Fahrergröße angepasst werden kann. Große Tourer-Verkleidungen können theoretisch bis zu 20 Punkte sammeln, die beste Bewertung erhielt bisher die BMW K 1200 LT mit 19 Punkten. Unverkleidete Motorräder bekommen grundsätzlich keine Punkte. Die verkleidete Variante der SV 1000, die S, verdient sich neun Punkte, da sie den Oberkörper spürbar entlastet, den Kopfbereich jedoch der freien Strömung aussetzt. Positiv wird vermerkt, dass es kein unangenehmen Turbulenzen am Helm gibt.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel