So testet MOTORRAD: Lenkpräzision (Archivversion) Lenkpräzision

MOTORRAD erklärt die einzelnen Kriterien der 1000-Punkte-Wertung (Teil 15).

Dass sich ein einspuriges Fahrzeug nur durch regelmäßige Lenkeingriffe auf Kurs halten lässt, wird jemanden mit physikalischen Grundkentnissen kaum überraschen. Trotzdem gibt es Motorräder, die dem Fahrer das Gefühl vermitteln, sie fahren wie von selbst. Qualitäten, die für ein sehr gut ausbalanciertes Motorrad sprechen. Das wird nur erreicht, wenn Fahrwerksabstimmung, -geometrie und Reifen in optimaler Weise harmonieren. Dann steigert sich der Swing durch trickreiche Kurvenkombinationen zum ultimativen Genuss. Andere, weniger ausgewogene Modelle wollen mit ständigen Korrekturen und/oder Kräften am Lenker aktiv und konzentriert gelenkt werden, in solchen Fällen muss sich der Steuermann die flüssige Linie hart erarbeiten. Unerfreulich ist vor allem, wenn sich die Lenkkräfte je nach Schräglage und Kurvengeschwindigkeit stark ändern, die Maschine mitunter in die Kurve hineinfällt, manchmal aber auch zum Außenrand drängt. Das Lenkverhalten lässt sich nicht messen, sondern nur von erfahrenen Testern subjektiv beurteilen. Dies wird auf der MOTORRAD-Testrunde erledigt, die Kurven aller Radien und mit unterschiedlichsten Fahrbahnbeschaffenheiten enthält. Die Kawasaki Z 1000 überzeugt trotz breiter Bereifung mit neutralem Lenkverhalten, stellt sich nur bei in Schräglagen überfahrenen Bodenwellen spürbar auf. 24 von 30 möglichen Punkten sind der Lohn für die gute Arbeit der Techniker.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel