So testet MOTORRAD (Teil 35) Sicht

Kein Scheibenwischer, kein Gebläse, keine Sonnenblende – der Motorradfahrer hat’s nicht leicht, wenn die Witterungsbedingungen nicht optimal sind. Bei Regen und ebenso bei Sonne kämpft er häufig mit schlechten Sichtverhältnissen durch das
Visier seines Helms. Immerhin kann man diesbezüglich geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen. Nichts zu ändern – zumindest nicht ohne bauliche Veränderungen – ist hingegen am Motorrad. Und
genau darum geht es in diesem Kriterium. Ist die Sicht nach vorn durch die Verkleidungsscheibe eingeschränkt? Wie viel vom rückwärtigen Verkehr sieht der Fahrer in den Spiegeln? Und kann er darin auch noch etwas erkennen, wenn der Motor läuft?
Bei vielen Sportmotorrädern hat man den Eindruck, dass die Spiegel zunächst gar nicht in die Konstruktion einbezogen werden und erst ganz zum Schluss als notwendiges Übel so platziert
werden, dass sie sich homogen in das Design der Maschine
einfügen. Mit der Folge, dass der Fahrer darin nur noch seine Unterarme sieht, wie etwa bei der Ducati 999. Bei anderen Maschinen wird der Blick auf die Instrumente durch Züge oder durch die Verkleidung behindert.
Naked Bikes wie die Yamaha MT-01 (Top-Test ab Seite 32) sind in diesen Punkten grundsätzlich im Vorteil. Der Pilot sitzt aufrecht, hat einen guten Überblick über den Verkehr sowie die Instrumente, und die Spiegel sind in der Regel so montiert, dass Arme oder Schultern des Fahrers den Blick nach hinten nicht beeinträchtigen. Die MT-01 bekommt acht von zehn möglichen Punkten. Das Sichtfeld ist groß, nur ganz leichte Schwingungen des Motors führen zu etwas zittrigen Bildern. gt

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