So testet MOTORRAD (Teil 36) (Archivversion) Stabilität in Kurven

Die Fuhre schlingert wie ein Fischkutter im Wellengang.« Solche Aussagen waren vor Jahrzehnten noch die Regel, bei
den Tests moderner Motorräder sind sie nur noch selten zu hören. Die Fahrwerke sind steifer geworden, die Federungselemente funktionieren besser. Unterschiede gibt es dennoch, wenn auch auf deutlich höherem Niveau. Wie üblich testet MOTORRAD dieses
Kriterium in der Regel auf der Testrunde, die Kurven unterschiedlichster Radien und mit wechselnder Straßenbeschaffenheit beinhaltet. Beurteilt wird das Fahrverhalten bei konstanter Kurven-
geschwindigkeit über den gesamten Schräglagenbereich und beim Herausbeschleunigen. Läuft die Maschine wie mit dem Zirkel gezogen ums Eck oder schlingert sie, gerät gar ins Pendeln? Unangenehm ist auch Nachwippen oder Aufschaukeln beim Überfahren von Bodenwellen. Schon ein Lastwechsel kann bei einem sensiblen Chassis zu Instabilität führen. Entscheidend ist beim Test eine
optimale Fahrwerkseinstellung. Schwere, eher in Richtung Komfort getrimmte Tourer sind in der Kurvenstabilität grundsätzlich an-
fälliger als straffe Supersportler mit steifen Fahrwerken. Die BMW
R 1200 RT (Top-Test auf Seite 28) schlägt sich jedoch mehr als
tapfer, sie kommt auf passable 32 von 40 möglichen Punkten. gt

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