Straßengeschichten: Mike Funke und der Rechtsüberholer (Archivversion) Immer in Bewegung – Mike Funke

Mike, verheiratet, eine Tochter, dürfte allen bekannt sein, die mal ein MOTORRAD-Perfektionstraining mitgemacht haben. Denn da war »der Funke« stets als »Kesselflicker« mit von der Partie. Seit 1989 in der MOTORRAD-Gruppe, sorgt der Freund kurzer Hosen und sturer Wesensart dafür, dass es bei PS rundgeht. In der Werkstatt, beim Testen. Und auf der Rennstrecke, wo der Vielfahrer – 50000 Kilometer im Jahr auf zwei Rädern – seit 30 Jahren Tempo macht, erst im OMK-Pokal auf 350er, später im Yamaha-, Boxer-, Triumph- und MZ-Cup. Der bekennende Zweitaktfan sagt von sich selbst, er neige zu Widerworten, insbesondere seinen Chefs gegenüber. Was ihn aber nicht davon abhält, am Ostersamstag mit seinem derzeitigen Boss auf dem Hockenheimring die 1000 Kilometer zu bestreiten, auf einer
MZ 1000 S. Das passt. Funke, den jeder für einen Urschwaben hält, kommt aus Sachsen. Er hasst alles, was mit Computern zu tun hat (»das elek-
tronische Gelump«), vor allem E-Mails, »weil dadurch das persönliche Gespräch zu kurz kommt. Die
Leute verkommen zu Kommunikationskrüppeln«. Wie jedwede Elektronik hasst Mike Vorurteile und
Aufschneiderei. Schon über fünfzig, hat er erst
einmal den Lappen wegen zu schnellen Fahrens
abgeben müssen. Vorbildlich.

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