Studie Honda Ultrafun (Archivversion) Ultrafun-Racer

Valentino Rossis V5-Arbeitsgerät taugte sicherlich auch für die Straße. MOTORRAD würde daraus aber keinen üblichen Supersportler, sondern ein Ultra-Funbike bauen.

Bellender V5-Sound, atemberaubende Beschleunigung, durchdrehendes Hinterrad ausgangs der Kurve – Hondas MotoGP-Renner begeistert bei jedem seiner Auftritte. Der 1000er-Fünfzylinder schüttelt dabei locker 230 PS aus den Brennräumen, genug, um alles und jeden in der Welt zu bügeln. Also genau die richtige Ansage für ein Straßenbike. Der Wunsch von MOTORRAD: Honda müsste einmal ein richtiges Funbike bauen. Rassig, ultrastark, faszinierend handlich. Keine Maschine für den Testsieg, sondern ein Bike für den Sieg in den Herzen. Das Rezept zu solch einem Ultrafun-Gerät wäre schnell angerührt. Man nehme das V5-Triebwerk des GP-Renners, drossele es um 50 PS und stecke es in ein stabiles Alubrückenchassis. Bei nur 210 Kilogramm Gewicht vollgetankt lassen die dann vorhandenen 180 Pferde kein Auge trocken. Und die bis heute spaßigste Honda, die Hornet 900, schlicht verblassen.Um diese Bestie zu bändigen, muss der Pilot die Dinge freilich im Griff haben. So soll viel Gewicht auf dem Vorderrad lasten, das er über einen ausreichend breiten und hohen Lenker steuert. Eine knapp geschnittene, aber wirkungsvolle Verkleidung um Kühler und Frontlicht schützt ihn vor dem heranbrausenden Fahrtwind. Klar, dass dafür einige Arbeit im Windkanal vonnöten ist. Denn rechnerisch rennt die Honda Ultrafun 300 km/h, so schnell wie eine Kawasaki ZX-12R mit Vollverkleidung.Die Auspuffanlage wird wie bei MotoGP-Renner asymmetrisch verlegt. Während die zwei hinteren Zylinder ihre Abgase in zwei seitlich angeordnete Endschalldämpfer entlassen, münden die Verbrennungsgase der drei vorderen Zylinder in einem zentralen Topf unter der Sitzbank à la CBR 600 RR. Am Finish werden besonders Fans der Marke großen Gefallen finden. So taucht die stilisierte Honda-Schwinge nicht nur im Rahmen im hinteren Tankbereich wieder auf, sondern auch als Abstandshalter an den Fußrasten. Da freut sich des Besitzers Polierwatte. Apropos Fußrasten: Die Soziusrasten können bei der MOTORRAD-Studie eingeklappt werden und verschwinden hinter zwei in Rahmenheckfarbe lackierten Blenden. Sieht einfach besser aus. Das Thema V-Motor nimmt das Rücklicht, selbstverständlich in Diodenbauweise, stolz wieder auf. Beim Fahrwerk können sich die Ingenieure Experimente ruhig sparen. Konventionell und bewährt geben sich Gabel und Schwinge, Räder und Bremsen. Das kann man alles von der Honda Fireblade übernehemen. Und schon wäre sie fertig, die Honda Ultrafun. Ob MOTORRAD erhört wird?

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