Studie Yamaha Big-Maxx (Archivversion) Full of Muscles

Die Fans der Yamaha Vmax müssen schon zu lange auf einen Nachfolger des legendären Muscle-Bikes warten. MOTORRAD hat ihn entworfen.

Warum Yamaha die Vmax einfach ersatzlos aus dem Programm genommen hat, bleibt ein Rätsel. War doch der mächtige V4-Donnerbolzen der Vater aller Muscle Bikes und somit ein Markenzeichen für Yamaha. Aber die Japaner vergaßen ja auch, so tolle Maschinen wie die XT 500, die Superténéré oder die FZ 750 weiterzuentwickeln. Yamaha tut sich irgendwie schwer, deswegen greift MOTORRAD zum Zeichenstift.Yamaha Big-Maxx soll er heißen, der legitime Nachfahre. Das Design orientiert sich dabei nur noch wenig am Vorbild. Was früher eher schwülstig daherkam, wich in der MOTORRAD-Studie einer sportlichen Linie. So entstand eine zweigeteilte Karosserie mit einem Oberteil, das Airbox-Sitzbank-Kombination und Lenkerverkleidung umfasst, und ein Unterteil, das Tank, Öltank, Kühler und Motorelektronik enthält. Dazwischen tummeln sich Motor mit Krümmern, Rahmenfragment mit Lenkkopf aus Leichtmetall und die Federbeine. Eine gelungene Architektur.Natürlich treibt auch dieses Yamaha-Muscle-Bike ein V4-Motor an. Allerdings müssen esschon 1800 cm3 sein, will man einen ähnlichen Leistungsschwall wie bei der 143 PS starken Ahnin auf das Volk loslassen. Der Hubraum und 180 PS sollten reichen, um den Hinterradreifen das Qualmen zu lehren. Neben seiner treibenden Wirkung übernimmt der Motor zahlreiche weitere Funktionen im Big-Maxx-Dasein. An seinem hinteren Zylinderkopf stützen sich die Federbeine ab. Der vordere Zylinderkopf trägt, wie einst bei der TR-1, den Steuerkopf und somit die Vorderradgabel. Unter der Tankattrappe verbirgt sich eine riesige Airbox, bereits von der Vmax bekannt. Der Tank wandert allerdings nicht unter die Sitzbank, sondern ganz unter den Motor. Zwei große Wasserkühler sitzen vor dem V4, über variable Abdeckungen kann der Kühlluftstrom dosiert werden. Für den Piloten und seinen Passagier gibt es einige Neuerungen. Zum einen wird die Sitzbank zusätzlich gefedert. Ein über Zugstreben betätigtes Federbein im Rahmenheck vergrößert den Komfort ungemein. Zum zweiten lassen sich die Soziusrasten ausklappen und verschwinden beim Ein-Personen-Betrieb elegant im Heck der Maschine.Klar ist, dass so ein Muscle Bike wie die Big-Maxx böse schauen muss. Dafür sorgen kleine Diodenscheinwerfer in der Lenkerverkleidung. Sie signalisieren zornig zusammengekniffene Augen. Spektakulär die Räder: Karbonfelgen verschraubt mit Leichtmetallsternen, eine leichte und doch sehr steife Konstruktion. Solcherart gerüstet, hätte die BigMaxx nichts zu fürchten.

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