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Style-Bike Triplespeed Headquarters Manifest - MV Agusta 800 Dragster Turntable Rocker

Eine MV Agusta 800 Dragster, der „Master Innovation“ von Clearaudio und triplespeed headquarters treffen aufeinander. Schwarzer Rauch steigt auf – die „Manifest“ entsteht.

Wenn zwei das Gleiche tun, kommt noch lange nicht dasselbe dabei heraus. Doch wenn zwei ähnlich ticken und sich eines gemeinsamen Projekts annehmen, dann kommt am Ende meist etwas Besonderes heraus. So auch bei dem Zusammentreffen der beiden in Erlangen ansässigen Firmen triplespeed headquarters und Clearaudio. Die einen, Jens Hebisch und „Obi“ Obringer von triplespeed, sind fanatische Anhänger der Farbe Schwarz, benzingetrieben und absolute Oktan-Junkies. Die anderen hochseriöse ­Hi-Fi-Freaks auf der Suche nach dem Heiligen Gral – zumindest beim Thema Vinyl-Schallplatten und der Herstellung von Abspielgeräten der selbigen.

Wenn nun die Letztgenannten auf die Erstgenannten treffen und etwas Besonderes auf zwei Rädern für ihren Messestand in Auftrag geben, dann kann man sicher sein, dass das Ergebnis nicht nur schwarz, sondern beeindruckend werden wird. So wie die „Manifest“, die auf Basis einer MV Agusta 800 Dragster entstand.

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Dragster bis auf die letzte Schraube zerlegt

Was sich zunächst lächerlich einfach anhört, dass Einfärben aller Komponenten in die dunkelste aller Farben, ist ein Heidenaufwand. Denn die MV Agusta 800 Dragster musste dafür bis auf die letzte Schraube zerlegt werden. Konsequenterweise presste Werkstatt-Guru Obi sogar die Gabelfüße ab, um diese passend zum Rest schwarz pulverbeschichten zu lassen. Der Vorteil einer solchen Komplettzerlegung liegt allerdings auch auf der Hand: Denn wenn alles abgebaut wird, muss man die Dinge beim Anbau wieder in die Hand nehmen – wodurch so einigen Originalteilen der Weg zurück verwehrt wurde. So neben der Auspuffanlage, dem langweiligen Klarglasscheinwerfer und dem Federbein auch den Armaturen.

Die neuen, beeindruckend schlichten Bedieneinheiten von Motogadget an den Lenkerenden haben es in sich. Die Mini-Armaturen sind mit der „M-Unit“, einem programmierbaren Steuergerät verbunden. Hier lässt sich zum Beispiel ein „Flashlight“-Bremslicht, also ein nach Betätigen der Bremse kurz hektisch flackerndes, dann dauerleuchtendes Bremslicht programmieren. Oder ein „Keyless-go“-Zündschloss anbauen. Oder mit zehn Prozent ihrer Leuchtkraft permanent brennende Lenkerend-Blinker aktivieren. Oder eine Alarmanlage anschließen. Oder sonst wie eine unglaubliche Menge an Arbeitszeit opfern. Ein geplante Kleinserie der Manifest (fünf Stück) wird ohne die aufwendige Elektronik und ohne das für dieses Bike extra angefertigte Öhlins TTX-GP-Federbein auskommen, damit der Preis nicht ausufert.

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Klare Linien, klares Farbkonzept – klare Philosophie

Mit dabei ist logischerweise die von einer KTM Duke 3 entliehene Lampenmaske und dieser unglaubliche Auspuff von QD. Natürlich sind beide „Serienteile“ nicht mehr serienmäßig: Die Lampenmaske erhielt nicht nur einen Anstrich in einer Farbe aus dem Farbsortiment „Fifty shades of black“, sondern auch die ein oder andere Karbon-Applikation und speziell angefertigte Halterungen. Selbst der edelgestählte QD-Topf musste Farbe bekennen. Seine neue Keramikbeschichtung dämmert in: na was wohl...

An der Manifest leuchten nur die Lichter, die Blinker und die Endkappen des Auspuffs sowie die Gabelstandrohre. Und das ist gut so: Denn so wird die Manifest zu einem echten Manifest. Klare Linien, klares Farbkonzept – klare Philosophie: Die Konsequenz ihres Aufbaus wird clearly visible!

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