Suzuki DR 350 (GK) (Archivversion)

Kaum zu glauben, bis nach Libyen oder Israel treiben die DR-Fahrer ihre kleinen Hüpfer, die hohe Zuverlässigkeit macht’s möglich. Schade nur, daß Rahmen und Auspuff so schnell rosten.

Wegen Haus, Frau, Kind und Islandpferden kamen bis jetzt nur 20 000 Kilometer auf den Tacho meiner 1993er DR 350 S. Bereits nach dem ersten Regentag war der Auspuff angerostet. Seitdem dieser jedoch in der ersten Winterpause flammgespritzt wurde, hat der Rost keine Chance mehr. Bei Kilometerstand 18 000 waren dann der erste Kettensatz und die Bremsbeläge verschlissen.Andreas Berner, Oberjesingen BildNachdem ich 1994 meine neue DR 350 erhielt, tauschte ich zunächst den kleinen Originaltank gegen den 15-Liter-Tank von Acerbis. Es folgten kleinere Ausflüge, bei denen mich das handliche Fahrwerk sehr begeisterte. Danach montierte ich einen Tank mit 48 Litern Inhalt und einen pistenfesten Gepäckträger. So vorbereitet startete ich eine dreiwöchige Tour in die libysche Sahara. Bis jetzt (Kilometerstand 25 000) benötigte ich noch kein einziges Ersatzteil, allerdings ist die Verarbeitung miserabel. Dennoch werde ich mir die Suzuki wieder kaufen, da sie sehr zuverlässig ist.Martin Ihle, Marbach BildIch kaufte mir meine DR 350 SH 1995 als Zweitmaschine, da mir meine Transalp im Gelände zu schwer und zu hoch war. Von Anfang an war ich begeistert, wie leicht sich die Maschine auf der Straße und im Gelände bewegen ließ. Mittlerweile ziehe ich die DR der schweren Transalp meist vor, sogar unsere letzte Urlaubstour durch Israel, Ägypten und Jordanien habe ich mit der Kleinen gemeistert. Um die Reichweite zu erhöhen, habe ich einen 15,5-Liter-Tank von Acerbis montiert - bei einem Verbrauch von durchschnittlich unter vier Litern komme ich mit einer Tankfüllung jetzt über 400 Kilometer weit. Ein Gepäckträger von Hepco & Becker hielt bisher klaglos die Last von zwei gut gefüllten Zarges-Aluboxen. Die im Moment montierten Michelin-Reifen T63 machen die von Haus aus schon sehr wendige Maschine fast ein wenig kippelig, mit der Serienbereifung von Dunlop hatte sie einen besseren Geradeauslauf.Ulrike Albrecht, Ettlingen BildBei der jetzigen DR 350 SE handelt es sich schon um unsere zweite DR - mit der ersten (ohne E-Starter) hatte meine zierliche Frau einige Probleme. Der nachträglich montierte 15-Liter-Tank von Acerbis ist eine tolle Sache. Er ist mit zwei Benzinhähnen rechts und links ausgestattet. Läßt man den rechten geschlossen, hat man dort immer noch eine Reserve, selbst wenn man links sogar die Reserve-Stellung leergefahren hat. Ferner habe ich mit Zubehörteilen von Götz eine »Tankanzeige« eingebaut: In einem Sprithahn ist ein Schwimmer integriert, der die anliegenden zwölf Volt zu einer mit Vorschaltwiderstand ausgerüsteten Leichtdiode durchschaltet, sobald ein gewisses Spritniveau unterschritten wird. Sinnvoll ist auch der Einbau einer Öltemperatur-Anzeige anstelle des Ölmeßstabs, die Öltemperatur kann nämlich im Gelände oder auf Vollgas-Autobahnetappen weit über 140 Grad steigen.Bernd Hohngarten, Dortmund Bild, 100 MarkIch habe mein Erdferkel 1992 neu gekauft. Im ersten Herbst stellten sich zunächst widerwillige Startmanieren ein: Ab acht Grad ließ sich die DR nur noch durch Schieben, ab drei Grad gar nicht mehr starten. Nach dem Wechsel der Zündkerzen und deren Stecker montierte ich eine größere Leerlaufdüse - damit geht’s auch bei Minusgraden spätestens auf den dritten Tritt.Jan Pahlig, SitzendorfBis heute bin ich mit meiner 1990er DR 350 S 32 000 Kilometer gefahren. Der Ölverbrauch liegt jetzt bei etwa 0,3 bis 0,5 Litern auf 1000 Kilometer. Nervig ist das schlechte Kaltstartverhalten bei winterlichen Temperaturen und die starke Rostanfälligkeit von Rahmen und Auspuff. Dafür begeistert der quirlige Motor mit hoher Zuverlässigkeit: Außer einem defekten Radlager und einer gebrochenen Tachowelle war noch keine größere Reparatur nötig.André Kilb, Stahlhofen

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