Suzuki GS 500

Auf die Attribute Brot-und-Butter-Motorrad und Fahrschulmaschine mochte kaum ein Test oder Fahrbericht in den letzten Jahren verzichten. Und auf das Klagelied über die bescheidenen optischen Reize, die einfache Technik, die mäßigen Fahrleistungen schon gar nicht. Stimmt alles, ist aber nur die halbe Wahrheit. Umgekehrt wird ein Schuh daraus, den sich seit 1988 41328 Biker angezogen haben. Platz zwei der Topseller. Gerade das Schlichte, das Spartanische gereicht der Suzuki zur Ehre: Motor als aufrechter Twin, der mit Luftkühlung vorlieb nimmt, nur zwei Ventile pro Zylinder, jedoch zwei obenliegende Nockenwellen. Aufwendige Aluminium-Guss- und Schweißtechnik? Wozu? Nicht bei der GS 500, deren Fahrwerk sich auf die traditionelle und in dieser Leistungsklasse locker ausreichende Doppelschleifenbauweise besinnt, schnöder Vierkantsstahl, was soll´s? 46 PS stehen für befriedigende Fahrleistungen – immerhin ist eine Spitze von 170 km/h und eine Beschleunigung auf 100 in sechs Sekunden für Newcomer rasant genug. Okay, so langsam ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Konkurrenz aus eigenem Hause, die XV 650, in die Fußstapfen der betagten GS 500 tritt. Als Spardose bleibt sie derweil eine gute Wahl für junge und junggebliebene Heißsporne, die agiles Handling und gute Bremsen zu kleinstem Preis suchen. Und der ist mit 4575 Euro wahrlich günstig.

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