Suzuki GSX 550 (GK) (Archivversion)

Die Laufleistungern der Suzuki GSX 550-Modelle sind überraschend hoch. Wenn überhaupt, bremsten die Piloten eher elektrische als mechanische Defekte ein.

Im Winter letzten Jahres habe ich nach sieben Jahren Abstinenz vom Motorradfahren eine Suzuki GSX 550 EU mit 49500 Kilometern auf der Uhr für 1500 Mark gekauft. Der Motor lief zum Glück noch - der Rest war Rost und Gammel. Im Winter schlachteten ein Freund und ich das gute Stück. Räder und Rahmen wurden sandgestrahlt. Alle Kunststoffteile waren eingerissen. Statt der schrottreifen Auspuffanlage wurde eine von Motad (Neta-vier-in-eins) angebaut. Trotz einer Menge Arbeit, Geld und Nerven bin ich glücklich. Der Motor läuft prima in allen Lebenslagen - im dritten und vierten Gang geht ab 7000/min noch mal so richtig die Post ab. Tom Weber, HamburgMeine GSX 550 EU habe ich 1987 für 6000 Mark neu erworben. Bei jetzt 120000 Kilometern hatte ich keinen mechanischen Defekt, sogar die erste Kupplung tut noch ihren Dienst. Die Vorteile: große Handlichkeit, drehfreudiger Motor und gute Sozia-Tauglichkeit. Die Nachteile: Durchzugsschwäche und zu weiche Gabel. Mängel: Defekt an Zündplatte und Lichtmaschine und ein maroder E-Startmotor. Bei den Bremsbelägen sind die Orginalbeläge die besten, aber auch zirka 50 Prozent teurer als Beläge aus dem Zubehör. Bei Kettenkits habe ich mit DID- oder RK-O-Ring-Ketten in Verbindung mit Kettenrädern von France Equipment gute Erfahrungen gemacht (20000 bis 25000 Kilometer). Wer die Ventile selbst einstellen möchte, sollte sich bei Suzuki das Spezialwerkzeug (Nr. 17-14910) für zirka 20 Mark zulegen. Das hat den passenden Innenvierkant, um die Einstellschraube beim Kontern festzuhalten.Stefan Fischer, NeuwiedNeukauf einer GSX 550 ES 1985, jetziger Kilometerstand 76000. Nach über 13 Jahren fasziniert mich dieses Motorrad noch immer bei jeder Ausfahrt. Der damals horrenden Versicherungsprämie wegen wurde die Maschine mit den Nockenwellen und Hauptdüsen des EU-Modells auf 50 PS gedrosselt, ab 1993 dann offen mit 64 PS gefahren. Mit Stahlflexleitungen bekommt die Vorderradbremse trotz Anti-Dive einen klaren Druckpunkt. Voraussetzung ist allerdings eine sorgfältige Entlüftung. Tip: Auf jeder Seite zuerst den Bremsnickausgleich und dann den Bremssattel entlüften. Nötigenfalls den Bremshebel einige Stunden am Lenker fixieren. Durch den Überdruck im System wandert die überschüssige Luft im Hydrauliköl nach oben zum Ausgleichsbehälter. Das hintere Federbein ist zu weich. Als außerdem die Wirkung des Dämpfers nachließ, habe ich die Orginalfeder (Kennung 50/215) gegen eine härtere (60/215) von Wilbers austauschen lassen sowie den Dämpfer überarbeiten und anpassen lassen (Kosten 450 Mark). Da mich der Kombischalter für Blinker und Fern-/Abblendlicht nervte, habe ich die Lenkerarmaturen der GSX 750 F montiert, die außerdem den Vorteil der Blinkerrückstellung per Knopfdruck sowie eine bessere Chokeregulierung bieten. Modelle der ersten Baureihe waren teilweise mit einer zu schwachen Regler/Gleichrichter-Einheit ausgestattet. Die linke Geberspulen auf der Kurbelwelle setzt aus, so daß die Zündeinheit keine Impulse mehr erhält. Eine neue Einheit kostet zirka 300 Mark. Die Ersatzteilversorgung ist übrigens noch recht gut.Michael Hammeke, Haan

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