Suzuki GSX 750 F (GK) (Archivversion)

Außer den Nockenwellen-Geschädigten sind die Suzuki GSX 750 F-Fahrer vom luftgekühlten Triebwerk angetan. Nicht verhohlen werden kritisches Kaltstartverhalten und Rost am Auspuff.

Meine Suzuki GSX 750 F, Baujahr 1992, kaufte ich im April 1995 mit 19 000 Kilometern für zirka 7000 Mark. Nach 6000 Kilometern hatte ich einen Motorschaden. Ein- und Auslaßnockenwelle und mehrere Schlepphebel zeigten starke Laufspuren. Die Reparatur kostete 1700 Mark. Inzwischen hat die Maschine 29 000 Kilometer auf dem Tacho, und das Lichtmaschinenlager ist defekt. Mit dem Fahrverhalten und der Motorleistung bin ich zufrieden. Zuerst hatte ich die Dunlop-Paarung Sportmax 1/ D 364 montiert, die aber nur 2500 Kilometer hielt. Danach habe ich auf Pirelli-Dragon-Reifen umgestellt.. Mit dieser Kombination bin ich zufriedener, denn das Fahrwerk liegt ruhiger. Die Verarbeitungsqualität läßt sehr zu wünschen übrig (Schweißnähte am Rahmen, sich ablösender Lack an der Verkleidung). Wenn der Motor noch kalt ist, stört der rauhe Lauf. Auch Standgas-Probleme nerven, obwohl die Vergaser schon mehrmals synchronisiert und gereinigt wurden.Norbert Hübner, Hollabrunn, ÖsterreichUnsere GSX 750 F kauften wir neu im Juni 1994. Um unsere Tour nach Südfrankreich anzutreten, montierten wir gleich ein Five-Star-Gepäcksystem mit zwei 45-Liter-Koffern von Givi. Mit strafferer Zugstufendämpfung an der Gabel und härterer Federbasis-Einstellung bleibt die Maschine auch vollbeladen stabil. Wenn das Leistungsloch zwischen 4000 und 5000 /min überwunden ist, läßt sich die GSX relativ zügig bewegen. Diesem Leistungsloch kann man mit 98-Oktan-Benzin etwas entgegenwirken. Der Verbrauch liegt zwischen sechs und neun Litern. Der Hinterradreifen, ein Metzeler ME 55, hielt 8000 , der ME 33 hinten 14 000 Kilometer. Die Serienbereifung verleiht der Maschine ein leichtes Handling. Nur für die Sozia sind die hoch angebrachten Fußrasten bei längerer Fahrt etwas unbequem. Wichtig ist ein regelmäßiges Überprüfen des Ölstandes Zu bemängeln sind die zu kurze Verkleidungsscheibe, die für größere Fahrer nicht genügend Windschutz bietet, und die zu kurzen Ausleger der Rückspiegel. Trotzdem bleibt die Suzuki ein ausgewogenes Motorrad, das nach problemlosen 15 000 Kilometern noch viel Fahrspaß bietet.Marc und Veronique Veneziano, Esch, LuxemburgMeine GSX 750 F erwarb ich 1992 mit 16 000 Kilometern. Ich fahre den Metzeler ME 55-Reifen hinten mit einer Laufleistung von 5000 Kilometern. Der Benzinverbrauch liegt zwischen sechs und sieben Litern. Mich störte die zu geduckte Sitzposition. Der Umbau mit einem Superbike-Lenker von LSL brachte Abhilfe. Nur war es damit nicht mehr möglich, in den Rückspiegeln außer den eigenen Armen noch etwas wahrzunehmen. Da es im Handel keine geeignete Spiegelverlängerung gab, fertigte ich mir selbst Distanzstücke an. Damit ist jetzt wieder sportliches Fahren mit noch mehr Spaß möglich.Andreas Scherer, EutingenNach reiflicher Überlegung erwarb ich 1992 eine GSX 750 F, Erstzulassung Juli 1991, mit 5600 Kilometern. Reiflich, weil meine Körpergröße von 1,97 Meter nicht für jede Maschine geeignet ist. Als Zubehör unterstützt eine höhere Scheibe von Louis und das K2-Koffersystem von Krauser die Tourentauglichkeit. Dabei treten trotz Sozius und Gepäck weder beim Bremsen noch beim Fahrwerkskomfort Schwächen auf. Auch die Handlichkeit ist mit der schlanken Reifendimension 110/80 vorn und 150/70 hinten durchaus gegeben. Bei der jetzigen Kilometerleistung von 45 000 hat die Maschine außer für die nötigen Inspektionen noch keine Werkstatt gesehen. Die Kette hielt 35 000, die Bremsbeläge hielten es 20 000 Kilometer aus. Kritisch wird es nur bei großer Hitze. Die heiße Motorluft staut sich unter der Verkleidung, so daß nicht nur das Benzin in den Schwimmerkammern Blasen bildet - Abhilfe schaffte dann übrigens die Umstellung des Benzinhahns auf PRI -, sondern auch die Batterie leerkocht. Ansonsten glänzt der Motor durch ein breites Drehzahlband bis weit über 10 000/min. Der Motor läuft angenehm vibrationsarm. Meine Sozia ist mit ihrer Sitzposition auf der gestuften Sitzbank sehr zufrieden. Unter Berücksichtigung des niedrigen Anschaffungspreises (9500 Mark für ein knapp ein Jahre alte 98-PS-Maschine), der Zuverlässigkeit und der nur wenigen Schwächen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis günstig.Werner Hülskämper, ArnsbergVon dem kräftigen Motor, der Dampf in allen Lebenslagen bietet, bin ich begeistert. Der Hinerradreifen (Metzeler) reicht knapp 8000 Kilometer, ab 6000 tritt allerdings schon Hochgeschwindigkeitspendeln und mangelnder Geradeauslauf ein. Ein Schwachpunkt: Die Maschine ist ziemlich verbaut. Ein Kerzenwechsel ist nur nach kompletter Demontage von Verkleidung, Blinkern und Tank möglich. Bei einem Luftfilterwechsel hat man einen Umzugskarton voller Teile vor sich liegen. Die Verarbeitung ist mittelmäßig, Rostbildung an Krümmern und Sammler ist selbst bei bester Pflege nicht zu verhindern, der Lack wird schnell stumpf.Serdar Zorba, HildesheimWeil beim besten Willen kein geeigneter Tip dabei war, bleiben die 100 Mark in der Redaktions-Kasse.

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