Suzuki GSX 750 (T) (Archivversion) Der GSX-Vierzylinder – ein alter Bekannter

Der SACS-Motor ist ein Stück Suzuki-Geschichte

Der Kampf um minimales Gewicht bei maximaler Leistung ist kein neuzeitliches Phänomen. Schon 1984 präsentierte Suzuki mit der GSX-R 750 eine Supersport-Maschine, die mit 100 PS und 201 Kilogramm (vollgetankt) für Entzücken sorgte.Wie sich bald herausstellte, war Suzuki mit dem filigranen Aluminium-Rahmen als Basis für die phänomenale Leichtigkeit der GSX-R übers Ziel hinausgeschossen. Der Motor hingegen war ein Volltreffer: kompakt, leistungsstark und wunderschön anzusehen mit seinem an einen Flugmotor erinnernden Rippenkleid. Sollten doch die anderen leistungssuchenden Hersteller ihre Triebwerke in schmucklose Wassermäntel stecken und mit Gummischläuchen verschandeln – Suzuki baute auf SACS (Suzuki Advanced Cooling System). Dieses Bauprinzip setzt zunächst auf herkömmliche, direkte Fahrtwindkühlung. Darüber hinaus aber zieht es einen besonders üppigen und von einer separaten Pumpe umgewälzten Schmiermittelvorrat dazu heran, Wärme aus der thermisch hochbeanspruchten Zylinderkopfregion abzuführen und über einen großen Ölkühler (wiederum) dem Fahrwind auszusetzen.Das SACS-Prinzip hat sich – ebenso wie die Hauptabmessungen des Motors – von der ersten GSX-R 750 zur GSX 750 herübergerettet. Geändert haben sich infolge überarbeiteter Gaswechselorgane die Leistungsdaten des Vierzylinders: Statt ehemals 100 PS bei 11000/min sind heute »nur« noch deren 86 bei 9500/min geboten. Im Gegenzug steht das unveränderte maximale Drehmomentaufkommen – ganz im Sinne des neuen Einsatzzwecks – schon bei 8500/min statt bei 10000/min an. JuS

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