Suzuki TL 1000 R (T) (Archivversion) Vorsprung durch Technik?

Die Suzuki TL 1000 R im direkten Vergleich zur TL 1000 S

Was kann die neue R-Version nun besser als ihre weniger sportive Schwester S. Um das herauszufinden, mußten sich beide Maschinen in Hockenheim um den kleinen Kurs peitschen lassen. Beide auf Metzeler ME Z3 Racing-Bereifung, beide in der entdrosselten Version.Schon nach wenigen Runden kommen die zwei Fahrer an die Box, beide geplagt vom gleichen Problem. Bei den hohen Außentemperaturen von 30 Grad und der starken Beanspruchung der Federelemente läßt die Dämpfung vor allem am hinteren Drehflügeldämpfer stark nach. Überhaupt ist die Charakteristik der Dämpfung sehr zwiespältig. Sie erlaubt keine perfekte Abstimmung und erlaubt nur die Wahl zwischen gutem Ansprechverhalten oder befriedigender Dämpfung bei starken Bodenwellen.Mit dieser sehr straffen Einstellung verringern sich die starken Pendelbewegungen, die beim Beschleunigen in Schräglage immer iritieren. Nur auf der Bremse bleibt dieses indirekte Gefühl durch die leichten Rührbewegungen erhalten. Dieses Problem tritt vor allem am Ende der sehr schnellen Querspange und beim Anbremsen der Senke auf. Einen deutlichen Vorteil kann die neue R-Version allerdings in keinem Streckenabschnitt für sich verbuchen. Die beiden Fahrwerke benehmen sich aufgrund ihrer komfortablen Grundabstimmung erwartungsgemäß recht ähnlich.Die viel größere Überraschung bieten die Motoren. Denn egal, wie sehr sich der R-Fahrer auch anstrengt, die alte TL 1000 S ist auf den kurzen Geraden in Hockenheim nicht abzuhängen. Egal, wie oft die Maschinen getauscht werden, das Ergebnis bleibt immer dasselbe. Mit einer identischen Rundenzeit von 1.14,2 Minuten verlassen die zwei Streithähne nach gut 40 gefahrenen Runden ermattet die Arena. Mit einem kleinen Unterschied allerdings: die TL 1000 S mit stolzgeschwellter Brust, die TL 1000 R ein wenig enttäuscht.

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