Suzuki TL 1000 S: Optimierung (Archivversion) Abstimmung der serienmäßigen Federelemente

Trotz der unzähligen Einstellmöglichkeiten an Gabel und Federbein kommt man mit der TL 1000 S leider zu einer ideale Lösung. Der Grund: Vorn zu weich gefedert, hinten deutlich überdämpft, fehlt die Harmonie. Ist ein Lenkungsdämpfer montiert, der das Lenkerschlagen wirksam eliminiert, kann die Gabel durch Erhöhen der Druckstufe auf Position 1/2 Umdrehung offen (Einstellschraube unten) stabiler und durchschlagsicherer beim Bremsen einjustiert werden. Die Zugstufe wird 2 Umdrehungen geöffnet, bei der Federvorspannung bleiben fünf Ringe sichtbar. Für ein leichteres Einlenken werden die Gabelbeine zehn Millimeter durchgesteckt, wodurch sich Nachlauf und Lenkkopfwinkel in Richtung Handlichkeit verbessern. Am Flügelraddämpfer hinten wird die viel zu hohe Druckstufendämpfung (Einstellschraube links) ganz herausgedreht, während die Zugstufe auf zwei Umdrehungen geöffnet wird. Alle Einstellwerte werden von der härtesten Position aus gerechnet.Die Federvorspannung hinten wird an der Nutmutter so weit erhöht, bis die Maschine ohne Fahrer nur noch rund fünf Millimeter einfedert. Ein Nachlassen der Wirkung bei heißem Dämpfer konnte bei der Testmaschine nicht beobachtet werden. Schließlich werden die Zellen im Flügelraddämpfer durch vorgespannte Gummileisten abgedichtet, wodurch leider der angepriesene Vorteil der geringen Reibung ins Reich der Märchen gehört.

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