Suzuki VL 1500 Intruder (Archivversion)

Mit dem Vorgängermodell VS 1400 heizte Suzuki den Amerikanern so richtig ein. Bis dahin war die Welt der »echten« Chopper eine amerikanische Domäne. Mittels Kampfpreis (6000 Euro unter einer vergleichbaren Harley) und Kampfnamen Intruder (zu deutsch »Eindringling«) wollte man die Chopper-Fans auf die fernöstliche Seite ziehen. Was sehr gut geklappt hat: Über 20 000 klassische Intruder sind hierzulande immer noch unterwegs. Der 1998 gestarteten VL 1500 gab man ein deutlich barockeres Aussehen mit auf den Weg. Unter riesigen Kotflügeln rotieren mächtige Räder. Doch gerade das breite 150er-Vorderrad macht die VL sehr unhandlich. Zudem stemmt sie gegenüber der 1400er ein Mehrgewicht von über einem Zentner auf die Waage. Im Fahrbetrieb nerven aufgrund der geringen Schwungmasse bei untertourigem Fahren derbe Schütteleien, das üppige Sitzkissen erscheint auf langen Etappen eine Spur zu weich. Rund 6000 VL 1500 cruisen zurzeit über deutsche Straßen, die meisten von ihnen mit geringer Laufleistung und in einem top Pflegezustand.

Fazit: Suzukis Intruder-Reihe hat längst eine eigene Fangemeinde um sich geschart. Unterm Strich gilt die VL als sehr zuverlässig. Bei der Besichtigung sollte man aber unbedingt auf Ölundichtigkeiten an Motor und Kardanantrieb achten.

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