Tachometer Technik: Tachometer

Elektronik statt Feinmechanik: Chips verdrängen
in den altehrwürdigen Tachometern und Drehzahlmessern das Uhrmacherhandwerk.

Die letzte Bastion ist gefallen. Elektronische Tachos setzen sich in großem Stil gegen mechanische Uhren durch. Bei Letzteren versetzt das Vorderrad oder die Getriebeausgangswelle über einen Schneckentrieb eine biegsame Welle in Rotation. Diese wiederum treibt im Instrument eine Dauermagnetglocke an, die abhängig von ihrer Drehzahl einen Wirbelstrom erzeugt. Je nach der Größe des Wirbelstroms wird eine drehbar gelagerte Aluminium-Trommel, auf der die Tachonadel sitzt, gegen eine Spiralfeder verdreht. Genau nach dem gleichen Prinzip arbeiten mechanische Drehzahlmesser, deren Antrieb von der Nocken- oder Kurbelwelle aus erfolgt. Die Tachowelle treibt aber auch das mechanische Zählwerk des Wegstreckenzählers an, das über ein Räderwerk die Zahlenwalzen weiterdreht. Ganz anders dagegen die neue Generation. Am Rad oder Kettenritzel sitzt entweder ein induktiver oder ein Hall-Geber, der über ein Kabel mit der Instrumenteneinheit verbunden ist. Deren Elektronik verarbeitet das Eingangssignal von Geschwindigkeit oder Motordrehzahl und gibt es als »analoge« Anzeige oder als Leuchtdioden-Display in Zahlenform oder als Balkendiagramm aus. Die Elektronik bietet daher sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten von konventioneller Optik bis zum futuristischen Design und dank des Entfalls der Tachowelle weniger Störquellen.

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