Technik (Archivversion) Der Stand der Dinge

Auch wenn der mit zwei Drosselklappen pro Ansaugkanal bestückte RC8-Motor dem LC8 ähnelt, so haben beide kaum etwas gemeinsam. Der RC8-Twin wiegt trotz deutlich steiferen Gehäuses kaum mehr. Immerhin muss er im Renntrimm um die 185 PS verkraften. Mit 42er-Titan-Einlass-, 34er-Stahl-Auslassventilen und Drosselklappen mit 52 Millimeter Durchmesser sind die Atemwege nicht etwa für maximale Spitzenleistung gnadenlos weit. Vielmehr wurde ein guter Kompromiss aus Leistung und Fahrbarkeit gefunden.

Die Trockensumpfschmierung arbeitet mit drei Ölpumpen. Eine fördert das Öl aus dem Öltank ins Kurbelgehäuse, die zweite von dort zum Getriebe, die dritte in den Öltank zurück. Dabei sorgen Nummer zwei und drei neben der Minimierung von Panschverlusten sogar für Unterdruck im Gehäuse. Verlustleistung zu reduzieren ist auch der Grund für die reibungsminimierende Diamond-Like-Carbon-(DLC-)Beschichtung an Kolben, Kolbenbolzen und Schlepphebeln. Die Trockensumpfschmierung schafft nicht nur stabile Schmierver­hältnisse, sondern auch Platz unter dem Motor für den Schalldämpfer. Die kompakte Krümmerführung bringt wiederum den Raum für ein tief angesetztes Federbein. Dadurch konnte der Tank bis weit unter die Sitzbank gezogen werden.

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