Technik: Rahmen-Konzepte (Archivversion) Rahmen-Handlung

Alu oder Stahl, Brücken- oder Gitterrohrrahmen? Das ist keine Frage des Gewichts, eher der Philosophie. Aluminium wiegt zwar nur rund ein Drittel von Stahl, aber die Elastizität ist dafür dreimal so hoch. So kommen unterm Strich ein gut gemachter Alu-Brückenrahmen und ein Stahl-Gitterrohr-Chassis bei gleicher Biege- und Torsionssteifigkeit auf ein ähnliches Gewicht. Allerdings benötigt ein Alu-Chassis dafür relativ große Profile, zudem strebt man bei ihm für höchste Steifigkeit die möglichst gerade Verbindung von Lenkkopf und Schwingenlagerung an. Was das seitliche Vorbeiführen am Motor erfordert und Baubreite kostet, gleichzeitig von der Bauform her einschränkt. Ein Gitterrohrverbund lässt von der Formgebung her mehr Spielraum und spart Baubreite. Doch während beim Alu-Rahmen verhältnismäßig einfach gezogene Profile mit Gussteilen, beispielsweise für Lenkkopf und Schwingenlagerung, maschinell verschweißt werden können, ist ein Gitterrohrverbund wesentlich aufwendiger in der Herstellung. Aufgrund der Vielzahl von Einzelteilen und der teilweise schwer zugänglichen Schweißstellen ist ein Gitterrohrrahmen gegenüber seinem Pendant aus Leichtmetall ungleich komplizierter und teils nur in Verbindung mit Handarbeit zu schweißen. Was natürlich die Fertigungskosten in die Höhe treibt.

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