Teilerfolg für Husky-Werker in Italien Pierer zahlt, aber wer will das italienische Werk?

Die 240 Beschäftigten des bisherigen Husqvarna-Werks in Biandronno in Norditalien können erst mal durchatmen: Pierer zahlt einen Zuschuss zum staatlichen Kurzarbeitergeld.

Zwar wurden die Mitarbeiter aufgrund des Produktionsstopps inzwischen auf Kurzarbeit Null gesetzt, doch nach langen Verhandlungen mit den Gewerkschaften und der Regierung zahlt der neue Eigentümer Pierer Industries nun ein Jahr lang einen kräftigen Zuschuss zum staatlichen Kurzarbeitergeld, so dass jeder der ehemaligen Husky-Werker auf rund 90 Prozent seiner letzten Bezüge kommt.

Zufriedenheit herrscht dennoch nicht. „Das ist natürlich besser als nichts“, sagt Nino Cartosio von der Metaller-Gewerkschaft CGIL, „aber im Grunde geht es uns darum, dass diese hochmoderne Fabrik nicht einfach komplett stillgelegt wird.“ Ex-Eigentümer BMW hatte das Husqvarna-Werk mit großen Aufwand renoviert, die Marke dann aber Ende Januar 2013 überraschend an Pierer Industries von KTM-Boss Stefan Pierer abgegeben; die Produktion wurde danach komplett zu KTM nach Mattighofen verlagert.

Gemeinsam mit der Gemeinde Biandronno will die Gewerkschaft nun nach einem Hersteller suchen, der das Werk zu Produktionsszwecken übernimmt. Im Gespräch sind dabei nach wie vor MV Agusta sowie ein chinesischer Hersteller von Rollern und Kleinkrafträdern. Der Verkauf der Marke Husqvarna und die folgende Werksschließung hatten in Italien hohe Wellen geschlagen und sogar die Regierung in Rom auf den Plan gerufen.

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