Test Protokoll (Archivversion) Nachgefahren

Ergebnisse aus Mega-Test sorgen für Aufregung

Die Kawasaki ZX-7R als mieses Motorrad zu bezeichnen, nein, das war nicht besonders nett von den MOTORRAD-Redakteuren. Und die Kritik an Bremsen, Vergaserabstimmung und Motorcharakteristik traf nicht nur bei deutschen Kawa-Fans auf Unverständnis. »Was es mit der spanischen Testmaschine auf sich hatte, wissen wir nicht, aber eine ZX-7R aus der Kiste ist deutlich besser«, beteuert Henning Schrader von Kawasaki Deutschland.Ein leichtes, diese Aussage zu überprüfen und eine brandneue Siebener Probe zu fahren. »Von uns lediglich ordentlich zusammengebaut und sauber eingestellt«, bestätigt Henning Schrader deren Serienzustand. Tatsächlich fällt sofort die ordentliche Vergaserabstimmung dieser ZX-7R auf. Keine verzögerte, ruckartige Gasannahme mehr wie bei der Calafat-Maschine. Ohne große Lastwechsel kann jetzt im Kurvenscheitelpunkt wieder beschleunigt werden. Allerdings nervt auch hier der ungewöhnlich schwergängige und viel zu dicke Gasgriff.An der Motorcharakteristik kann die Vergaserabstimmung nichts ändern. Im Bereich über 9000/min wirkt der Kawa-Motor müde und schlaff.Besserung dagegen bei den Stoppern. Auch wenn bei niedrigem Tempo Ansprechverhalten und Druckpunkt etwas teigig sind, verzögern die Sechskolbenzangen aus hohen Geschwindigkeiten brachial und ohne Leistungsverluste.In Sachen Handling herrschen klare Verhältnisse: stabiler Geradeauslauf, aber Schwächen in engeren Kurvengeschlängeln. ZX-7R, ein Motorrad für Leute, die körperliche Arbeit nicht scheuen.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote