(Test & Technik-Protokoll) (Archivversion) Schöne Bescherung

Neues aus dem Langstreckentest-Fuhrpark

In letzter Zeit treibt es verdächtig viele Kollegen in die ungemütliche, kalte Redaktionstiefgarage. Dort schleichen sie dann um ein ganz bestimmtes Motorrad herum. Jawohl, sie ist da. MOTORRAD hat eine der ersten in Deutschland verfügbaren Aprilia RSV mille erstanden. Wie immer anonym über einen Mittelsmann gekauft, um zu gewährleisten, daß ein ganz normales Serienmotorrad die 50000 Kilometer Testdistanz durchläuft. Auf ihre Jungfernfahrt muß die mit viel Vorschußlorbeeren bedachten Mille (Vergleichstest Heft 21/1998) allerdings noch ein wenig warten, der frühe Wintereinbruch in Stuttgart und Umgebung vereitelt derzeit die Fortbewegung mit einem Zweirad.Daß Motorradfahren bei Temperaturen knapp über null Grad seine Tücken haben kann, erfuhr die Testmannschaft in Südfrankreich. Auf einer gut ausgebauten Landstraße fand sich einer der Tester auf dem Hosenboden wieder. In einer harmlos erscheinenden Rechtskurve war der Grip am Hinterrad der bärenstarken Yamaha R1 urplötzlich abgerissen. Die beliebte Langstreckentest-Maschine prallte mit dem Heck gegen einen großen Begrenzungsstein. Die Bilanz: Der Tester kam glücklicherweise mit einem gehörigen Schrecken und einigen kleineren Schrammen davon, das Heck der R1 ist nachhaltig beschädigt. Banges Warten auf das Ergebnis eines ausgiebigen Checks in einer Fachwerkstatt. Muß der Langstreckentest der R1, die bereits 40000 Kilometer auf dem Buckel hatte, abgebrochen werden, weil der Motor in Mitleidenschaft gezogen wurde? Nein, muß er nicht. Der Vierzylinder hat den Sturz unbeschadet überstanden, Anfang nächsten Jahres kann die R1 tiptop repariert die restlichen Kilometer abspulen. Daß sich die Veröffentlichung des Langstreckentest durch den Zwischenfall etwas verzögert, dafür werden auch die ungeduldigsten Fans des Supersportlers sicherlich Verständnis haben.

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