Test Vespa GTS 250 (Archivversion) Touren-Wespe

Lange erschien sie den Roller-Fans als unerfüllbarer Wunschtraum: eine komfortable, kräftige Vespa. Denn bis 2003 gab es nur die zwölf PS starke, jahrzehnte alte Zweitakt-PX 200.
Dann brachten die Vespa GT 125 und GT 200 mit zeitgemäßem Viertakttriebwerk, Zwölf-Zoll-Fahrwerk, Scheibenbremsen an beiden Rädern und großzügigem Platzangebot einen entscheidenden Schritt nach vorn. Lediglich ihre drehzahlbedürftigen Vierventilmotoren passten nicht zum Charakter einer großen, von Italienern lautmalend »Vespone« genannten Vespa.
Die neue GTS 250 hilft nun diesem Mangel ab. Ihr souveräner, Quasar genannter Viertakter, der bereits den Großrad-
Roller Piaggio Beverly 250 GT mit sehr befriedigenden Ergebnissen antreibt, wurde dazu vom Auspuff bis zum Kurbeltrieb stark überarbeitet. Einspritzung und G-Kat sorgen für die Einhaltung der Euro 3 und, besser noch, für eine spontane Gasannahme, welche die perfekt abgestimmte Variomatik in fulminante Beschleunigung umsetzt. So machen Ampelstarts richtig Spaß, zumal der Motor dabei völlig unangestrengt wirkt. 123 km/h schafft die GTS, ihr Durst bleibt mit 3,4 Liter Super bescheiden.
An Licht und Spiegel, Ergonomie und Bremsen gibt es nichts auszusetzen; gegen Aufpreis ist sogar ein Vorderrad-ABS lieferbar. Mit ihrem Gewicht, ihrer eingeschränkten Schräglagenfreiheit und etwas trägem Handling lädt die GTS eher zum Touren und Cruisen als zum Hakenschlagen zwischen Autoschlangen ein. Sehr straff geriet die Federung, wirklich misslungen ist aber nur das Helmfach, weil kein Integralhelm hineinpasst. we

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