Top-Test-Werte (Archivversion)

Schneller Slalom, langsamer Slalom, Bremsmessung, Geschwindigkeit, Zeit – alles Dinge, die
zunächst synthetisch klingen, doch die reproduzierbaren Ergebnisse des Top-Tests lassen sehr zuverlässig
Rückschlüsse zu, wie sich die Probanden unter Alltagsbedingungen schlagen. Beispiel Geschwindigkeiten schneller Slalom: Ein Pylonenabstand von 20 Metern steht für schnelle Wechselkurven, erreicht werden
Geschwindigkeiten um 100 km/h. Normalerweise eine Domäne der leichten und stabilen Sportler wie der R1 oder der CBR 600 RR. Deren Geschwindigkeiten von 108,8 und 111,6 km/h sind dann auch sehr guter Supersportler-Durchschnitt – und belegen eindrucksvoll die fulminante Vorstellung der KTM. 114,9 km/h – das
ist in der langen Top-Test-Geschichte nur von der neuen Suzuki GSX-R 1000 getoppt worden. Um 0,1 km/h!
Absolutes Spitzenniveau also für die KTM, und voll
drin in der Sportler-Riege ist die Triumph Speed Triple. Da können Yamaha MT-01 und Kawasaki Z 1000 nicht folgen, wobei die für ihre beeindruckende Statur doch recht hohe Geschwindigkeit der Yamaha (105 km/h) auch in den Wechselkurven des öffentlichen Straßenbaus nachvollziehbar ist und die Z 1000 im Testparcours wie auch auf der Landstraße wegen ihres laschen
Fahrwerks wenig Rückmeldung liefert.
Daher und aufgrund der im unteren Drehzahlbereich mangelnden Durchzugskraft liegt die Grüne auch bei den Zeiten im langsamen Slalom zurück. Ebenso die CBR 600, denn im dritten Gang fehlt ihr der Schub, während die 950 SM, die Speed Triple und die R1 sich hier ebenfalls blendend in Szene setzen. Und die MT-01? Will,
wie im echten Leben, einfach etwas langsamer ums Eck.

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