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Sie kann alles außer Crossen: Keine Fazer 600 zu kaufen ist fast unmöglich

BMW sei Weltmeister in der Modellpflege? Ha, da kann Yamaha nur lachen und verweist auf etliche Modelle, die ihr hohes Ausgangsniveau durch ebenso entschlossene wie zugewandte Pflege noch verbessern konnten. Beispielsweise die kleine XV 535, die dicke XJR oder die schnelle R1. Am besten gelang die Altersvorsorge gewiss bei der Fazer 600, einem Motorrad, das als dynamischer Allrounder ein neues Segment aufstieß und dessen eigentlich uralter Sportmotor in der neuen Peripherie zum Klassiker reifte. Unten herum so brav und oben heraus so leistungswillig, wie nur Vierzylinder sein können, dazwischen mit allem versehen, was im Alltag souverän macht. Inklusive geringer Vibrationen.Das Fahrwerk steht ambitionierten Vorhaben nicht im Weg, egal, ob’s die schnelle Runde auf der Hausstrecke oder der mehrwöchige Urlaub sein soll. Und seit der Soziusplatz – dank Modellpflege – das Prädikat menschenwürdig verdient, seit der Tank – dank Modellpflege – stattliche 22 Liter fasst, seit die Verkleidung – dank, na, Sie wissen schon – seit die Verkleidung also noch besser vor Wind schützt, findet Yamahas kleines Feuerzeug immer öfter den Weg in immer fernere Fernen.Die aktive Zuwendung seitens Yamaha, die von Anfang an hohe(n) Qualität(en), die unverfängliche, aber nicht langweilige Optik, alles zusammen formt hier ein Markenzeichen: Fazer zu fahren zeugt zwar von gesundem Preisbewusstsein, ist jedoch niemals ein Zeichen von Verzicht. Vielmehr der vernunft- wie lustbetonte Versuch, Allrounden in seiner anspruchsvollsten Form zu erleben. Selbst bei kritischer Betrachtung fällt einem nicht mehr viel ein, was die Lust auf der Fazer noch steigern könnte. Der Vernunft könnte man mit einem G-Kat schmeicheln. Aber das wäre dann fast das Ende aller Modellpflege-Möglichkeiten..

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