Total normal: BMW R 100 R (Archivversion) Total normal?

Auch langjährige Besitzer und eingeschworene Bewunderer des klassischen BMW-Zweiventil-Boxers könnten sich durchaus für sinnvolle Fahrwerks-Modifikationen und zeitgemäßeres Design erwärmen - wenn sie denn die technischen und handwerklichen Möglichkeiten dazu hätten. Für den Industriemeister und Anlaufplaner im Autokonzern der weißblauen Marke, Herberth Kas, sozusagen ein Heimspiel. Als alter Boxerfan ist er quasi mit der fortlaufenden Entwicklung der R- und auch der K- Modellreihe großgeworden und weiß, wie er sich schnell und kostengünstig aus dem vilefältigen BMW-Modellbaukasten von der F 650 bis zur K 1100 RS bedienen kann. Der alte Fahrensmann - er bereiste schon in den frühern Achtzigern mit seiner MZ Griechenland und die Türkei - legte bei seinem R 100 R-Umbau vor allem Wert auf einen großen Tank. Allerdings hatte er sich mit der Integration des riesigen Spritfaß von HPN, das schon die ersten Paris-Dakar-Gummikühe zierte, in Sachen Design eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt. Als er die mit der schwarz-silbernen Lackierung à la R 90 S endlich zufriedenstellend gelöst hatte, fiel ihm auf, daß das runde BMW-Emblem nicht mit den vielen Tankkanten harmonierte und ließ es ganz weg. Der Boxer-Freak hängt nach Vollendung seines Werks schon wieder neuen Bauplänen nach: Eine R 80 GS Basic im Super Moto-Stil soll es werden. Zu deren Finanzierung wird er die jetzige Kreation jedoch verkaufen müssen.

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