Total normal: Moto Guzzi California 850 (Archivversion) Total normal?

An irgendeinem sturmumtosten Wochenende muß es angefangen haben: Da hat Ulf Ernst seine bis dahin serienmäßige California 3 zu Kumpel Ingo nach Bremervörde-Bevern chauffiert, doch anstatt mit den üblichen Winterbasteleien zu beginnen, kreisten alle Gedanken darum, die gute Guzzi flachzulegen. Um weniger Angriffsfläche zu bieten. Das Projekt erwies sich als dankbar, weil winterfüllend, und langfristig: Erst nach drei Jahren präsentierte sich die Extrem-V so richtig feist und gierig. Mit 160er Hinterreifen im abgesenkten Rahmenheck, einem 130er in der Gabel mit ihren um sechs Grad gereckten und 31 Zentimeter breiten Brücken. Klar, daß der TÜV die selbstgefertigte Rahmenzeichnung abgesegnet hat. Ebenso klar, daß wegen des winzigen Federwegs die serienmäßigen Federn der Konis ultraharten Spezialanfertigungen weichen mußten.Daß ein minimal wirkendes Bike oft maximalen Arbeitseinsatz fordert, mußten die Nordlichter beim Polieren unzähliger Guzzi-Parts erfahren oder bei der schwierigen Prozedur, die Instrumente in einem Original-Tank zu versenken. Alle Neuteile wie Gabelbrücken, Fußrastenanlage oder Bremszangen-Aufnahme drehte Ingo aus VA-Stahl, die optimal angepaßte Mini-Sitzbank fertigte ein befreundeter Leder-Fetischist. Für die Endstufe plant Ulf, zwei Lafranconi-Rohre rechts und Beleuchtung sowie Nummernschild links ans Heck zu drapieren. Das füllt aber noch keinen ganzen Winter, Junge.

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