Total normal: Yamaha Vmax (Archivversion) Total normal

Schon 1993, als Yamaha das Geschäft mit der Vmax noch freiwillig den Grauen überließ, hatte sich Peter Hahn aus Stutgart in das Showbike verknallt. So stark, daß er sich nach längerer Motorradabstinenz sofort Wiemäx-artig engagierte. Den 44jährigen Holztechniker nervte aber schnell, daß der V-Vier in der offenen Version zwar so gewaltig ging, wie er aussieht, aber die Japaner bei der Fahrwerksentwicklung in den frühen 80ern die knapp 140 Pferde nicht zu zügeln wußten. Die Modifikationen sind ein »work in progress«. Denn nach dem ersten erfolgversprechenden Umbau von Gabel, Schwinge und Bremsen ereilte die Vmax der auch einigen anderen Besitzern nicht unbekannte Pleuellagerschaden. Der Wiederaufbau mit Carillo-Pleueln, Keramik-Ventilen, US-Kolben und anderen Nockenwellen für noch mehr Motorelastizität geriet nicht unaufwendig. Unter anderem mit dem zwiespältigen Ergebnis, daß sich Hahn jetzt mit weiterenUmbau-Maßnahmen konfrontiert sieht. Der athletisch gebaute Stuttgarter klagt über zu großen Kraftaufwand mit dem breiteren 120er Vorderradreifen. Und ein Spezialkreuz im Rahmen soll endlich die ersehnte Fahrstabilität bringen. Peter Hahn ist Optimist - wie die belgische Comic-Figur Marsupilami auf der Tankattrappe.

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