Total normal: Yamaha XJR 1200 (Archivversion) Total normal

Als Ralf Kalestra an einem Sommerwochenende 1996 in Frankreich ein Rennen des Yamaha XJR 1200-Cups angeschaut hatte, war es um seine Ruhe geschehen. Als Besitzer dieses Modells stand für ihn fest: »So ähnlich muß mein Bike auch aussehen.« Klar, daß ihm der biedere Anblick seiner serienmäßigen XJR überhaupt nicht mehr gefallen wollte. Frohgemut begann der 31jährige Maschinenschlosser aus Neckartenzlingen im Herbst letzten Jahres mit der Arbeit. Um schnell feststellen zu müssen, daß selbst die ausschließlich vorgesehenen optischen Retuschen des Projekts »französische Cupmaschine« sehr zeitintensiv waren. Denn mit der auffälligen Lackierung, dem französischen Heck und der Montage eines Superbike-Lenkers war es nicht getan. »Nach der Bearbeitung der Schwinge mit allen Bohrungen für Bremsmomentabstützung und Fußrastenanlage konnte ich für eine zeitlang Wörter wie eloxieren, schleifen und lackieren einfach nicht mehr hören, so viele Stunden hatte ich damit verbracht. Bei so einem Umbau gibt es einen Punkt, wo du dich ernsthaft fragst, ob du noch alle Tassen im Schrank hast.« Damit aber auch die Leistung seines Glanzstücks stimmt, steigert jetzt eine Devil-Auspuffanlage mit der Vergaserabstimmung per Dyno-Jet-Kit und größerer Ansaugweite die Leistung von Ralf Kalestras XJR um 20 auf immerhin 118 PS. Ungefähr ebenso viele Kilogramm hat Nummer 59 durch den Wegfall des Hauptständers, der massiven Original-Auspuffanlage und die Materialbearbeitung abgespeckt. Ist die Startnummer sein Favorit im französischen Cup? »Meine Favoritin ist meine fünfjährige Tochter Jenny. Sie ist am 5. 9. geboren.“

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