total normal (Archivversion) Die Maschinen der MOTORRAD-Leser

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Hätte Martin Ley aus Nagold vor dem Umbau seiner GSX-R gewusst, was ihn erwartet, hätte er wohl darauf verzichtet. Doch halbe Sachen liegen dem Architekten nun mal nicht, als zog er die Geschichte durch. Unterstützung bekam er von seinem Nachbarn Manfred Benz, einem Schlosser, der ihm beispielsweise die filigran geführte Edelstahlauspuffanlage in das Fahrzeugheck verlegte und beim Schwingenumbau half. Um alle anderen Modifikationen kümmerte sich Ley selbst. So auch um sämtliche Verkleidungsteile, die er aus schrottreifen Unfallteilen zusammenschweißte. Mit der Airbrush-Lackierung hatte der Familienvater ein ganz besonderes Erlebnis: Kaum vollendet, stand die Suzuki vor der Tür, als ein Regenschauer dem wasserlöslichen Lack zusetzte und unzählige, kleine Krater hinterließ. Mit viel Geduld, feinem Schleifpapier und einem »sauteuren, widerstandfähigen Klarlack« kaschierte Ley das Maleur. Doch halb so schlimm im Vergleich zu den zwei Wochen im Schuppen, wo er in mühevoller Handarbeit den Rahmen und weitere Teile auf Hochglanz polierte, sich täglich unter schwarzen Staubschichten begrub und von belegten Broten ernährte.

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