Trauer um Kollegen (Archivversion) Robert Kauder

Alle nannten ihn nur Robbi. Und alle kannten Robbi. Bei der Rallye Dakar, beim Bol d’Or, bei der IDM. Womit die Veranstaltungen genannt wären, die den Sportreporter Robert Kauder am meisten faszinierten. Seine Reportagen brachten das rüber – mit Texten, die begeistern konnten. Weil Robbi das Talent hatte, seinen Enthusiasmus in Sprache zu packen. Robbi gehörte nicht zu den Journalisten, die penibel auf Distanz achten. Wenn es die Geschichte erforderte, hat er die Nacht halt an der Rennstrecke, in der Box zugebracht, den Mechanikern das Werkzeug gereicht. Am nächsten Morgen roch dann nicht nur er nach Schweiß und Öl, sondern auch sein Artikel. Robbi hat Sport und Kunst studiert, nebenbei Mopeds und Motorräder frisiert. In Stuttgart steht noch seine alte BMW, in Frankreich eine Enduro. Fast 25 Jahre hat Robbi für PS gearbeitet, später dann auch regelmäßig für MOTORRAD.
Robert Kauder starb am 2. August an den Spätfolgen eines Rollerunfalls. Er wurde 54 Jahre alt. Die Redaktion vermisst ihn, sie trauert um einen Kollegen, sie trauert um einen Freund.

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