Trimph Daytona T595 (Archivversion)

Kilometerstand 58553, bisher gefahren: 4590 Kilometer

In der Redaktion heißt sie nur noch "das Goldstück". Weniger wegen ihres fein schimmernden Lacks, sondern vielmehr wegen der vielen Belege, die mittlerweile eine Höhe von über 1200 Euro erreicht haben – Tanken nicht inklusive. Die ersten Maßnahmen nach dem Kauf (siehe MOTORRAD 10/2008) waren noch harmlos und schnell geschehen. Die steinharten Uralt-Pirellis wurden durch Standard-Pilot Power von Michelin ersetzt, dazu kamen neue Bremsbeläge von Brembo und Bremsflüssigkeit von Fuchs (DOT 5.1). Hauptuntersuchung und Abgaskontrolle meisterte die Daytona mit Bravour. Und auf dem ersten Unterwegs-Trip mit ihrer jungen Schwester Daytona 675 rollte sie problemlos durch den Hunsrück (MOTORRAD 12/2008).

Nach rund 2500 Testkilometern sattelt dann Test-Redakteur Thomas Schmieder in gespannter Erwartung auf "eines der schönsten Serien-Motorräder aller Zeiten" und wird vor allem vom knüppelharten Fahrwerk, Startproblemen durch eine sich ent-ladende Batterie und hohem Spritverbrauch bitter enttäuscht: "Im Alltag eine Qual!" Zudem schlägt auf der 1600-Kilometer-Tour quer durch die Republik der Hauptbremszylinder leck und muss gegen ein Neuteil (inklusive Einbau 200 Euro) ersetzt werden. Verbrauchs- und Startprobleme sollten im Rahmen der vorgezogenen 60000-Kilometer-Inspektion beseitigt werden, die dann mit Software-Update und Batterietausch stolze 600 Euro kostet. Gleichwohl fallen auf der Tour zum Triumph-Treffen "Tridays" am Großvenediger in Österreich erneut hohe Verbrauchswerte und schlechtes Startverhalten auf, zudem nervt ein penetranter Benzingestank. Auf Kulanz werden Batterie und Dichtung der Benzinpumpenplatte unter dem Tank ausgetauscht.

Alles gut? Mitnichten. Nur wenige Tage später muss Monika Schulz, stellvertretende Chefredakteurin, eine Tour in die Schweiz bereits kurz hinter Stuttgart mitten auf der Autobahn beenden: "Der Motor ist während der Fahrt einfach abgestorben!" An der Lösung wird derzeit gearbeitet. Im Fokus: stromfressende Diodenstecker für das Fahrlicht sowie ein Massefehler im Kabelbaum, der beispielsweise eine Abschaltung der Stromversorgung zur Benzinpumpe verursachen kann. Das Problem, so ein Insider, sei bei der ersten Generation der T 595 ein altbekanntes. joel

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote