Triumph Daytona T595 - Tipps für Käufer (Archivversion)

Elektrik:
Ausfälle wegen komplett entladener Batterie oder das Absterben des Motors während der Fahrt gab es während der neun Monate immer wieder zu beklagen. Der Elektrofips ist kein Einzelfall bei der Baureihe, die Fehlersuche in der Werkstatt kann aufwendig und teuer werden. Im vorliegenden Fall mussten zwei Batterien wegen Defekts getauscht werden. Andere Gründe könnten sein: stromfressende Diodenstecker – vor allem, wenn beide Scheinwerfer auf den Fahrlichtbetrieb umgerüstet wurden. Auch typisch: Massefehler im Kabelbaum.

Komfort:
Sport ist Mord – mit den Original-Stummellenkern machen weder kurze Alltagsfahrten im Stadtverkehr noch lange Landstraßentouren wirklich Spaß. Der Tipp zum Umrüsten: höhere Stummellenker, Modell „Tour Match“ von LSL (Telefon 02151/55590, www.lsl.eu, 269 Euro). Verbrauch: Trotz aktueller Software konnte das Motormanagement den hohen Benzinverbrauch der T595 nicht zügeln. Das Ärgerliche: Selbst bei moderaten Landstraßenfahrten lag der Durchschnittsverbrauch bei über sieben Litern auf 100 Kilometer. Käufer sollten sich auf hohe Unterhaltskosten einstellen.

Fahrwerk:
Die Federelemente der T595 waren hinüber. Das zähe Ansprechverhalten ließ sich auch durch das Einstellen von Zug- und Druckstufe nicht mehr beheben. Lösung: Fahrwerk überarbeiten lassen oder einen Austausch vornehmen. Tipp: In Vorspannung und Zugstufe einstellbares Federbein „Road“ (429 Euro) und Wilbers Gabelfedern (99 Euro), beides bei Polo erhältlich.

Reifen:
1997 galt ein 190er-Hinterreifen bei Sportlern als überbreit, oft wurde das Umbereifen auf ein 180er-Format empfohlen. Unser Tipp: der Standard-Michelin Pilot Power in der 190/50 ZR 17-Ausführung – auch bei Nässe ein Top-Reifen.

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