Neuheiten: Triumph Triumph-Neuheiten 2011

Die Tiger 800 hat sich Triumph für die November-Messe in Mailand aufgespart. Umso heller glänzt die ganz neue Speed Triple nun im Kölner Rampenlicht. Einen breiten Schatten wirft der Powercruiser Thunderbird Storm, flankiert von zwei renovierten klassischen Twins.

Foto: Hersteller

Motorseitig blieb die Speed Triple, Triumphs unverkleidetes Erfolgsmodell, unangetastet. Ansonsten aber ließen die Engländer beim 1994 als ersten Serien-Streetfighter der Welt gestarteten, vor fünf Jahren letztmals überarbeiteten und weltweit inzwischen rund 65000-mal verkauften Naked Bike kaum eine Mutter auf ihrer Schraube. Das fängt an beim wohl typischsten Triple-Merkmal, dem Wonderbra-gestützten Lampenpärchen in Chromfassung, das einem zornig zusammengekniffenen Augenpaar aus Kunststoffleuchten weichen musste - Fighterlook in Reinform.

Die geschwungenen doppelten Rahmenoberzüge, das zweite unverwechselbare Merkmal seit dem Modell T 509, sind in modifizierter Form geblieben wie auch die Einarmschwinge. Laut Triumph ist die Fahrwerksgeometrie der Speed Triple völlig neu, soll verbessertes Handling bieten, aber auch mehr Stabilität bei höherem Tempo. Zudem habe die Neue acht Kilogramm im Vergleich zur Vorgängerin abgespeckt, je eines an Vorder- und Hinterrad. Einen Teil davon bekommt sie wieder drauf gepackt, wenn sie mit dem erstmalig angebotenen ABS bestellt wird. Der Antiblockierer von Nissin soll rund 500 Euro Aufpreis kosten. Vorn wirkt er auf radial verschraubte Festsättel von Brembo, hinten auf die einzelne Nissin-Zange. Die Sitzposition ist tiefer und weiter nach vorn gerutscht, was eine bessere Verbindung zwischen Fahrer und Bike garantieren soll.

Rein äußerlich wirkt die neue Speed Triple kompakter, gedrungener, wuchtiger. Auch wenn der Motor der gleiche blieb, das Drumherum ist neu: Eine geänderte Airbox und die strömungstechnisch optimierte Abgasanlage sollen mit neuem Mapping für mindestens drei PS mehr Power und spürbar mehr Drehmoment sorgen. Als technisches Goodie findet sich im sonst kaum veränderten Cockpit eine vorbereitete Reifendruckanzeige. Um sie zu aktivieren, müssen als Zubehör angebotene Sensoren in die Räder eingesetzt werden. Die neue Speed Triple soll für zirka 12500 Euro (mit ABS) ab Dezember bei den Händlern stehen.

In Gestalt der Thunderbird Storm, die mit ihrem Doppelscheinwerfer die Speed Triple optisch zitiert, hat Triumph ab sofort einen neuen Powercruiser im Programm. Sein mächtiger Twin ist die um 100 auf 1700 Kubik aufgebohrte Bigbore-Variante der 1600er-Thunderbird und schaufelt 98 PS und mächtige 156 Nm via Riemenantrieb ans Hinterrad. Wer will, kann sich die Storm gleich ab Werk als Customvariante bestellen. Nach Harley-Vorbild hat auch Triumph für den Cruiser eine üppige Zubehörliste, die satte hundert lieferbare Teile umfasst. Preis: rund 14 500 Euro, auf Wunsch mit ABS.

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Bei den klassisch angehauchten 865-Kubik-Zweizylindern treten die Modelle America und Speedmaster mit Änderungen an. Hauptmerkmal der neuen Speedmaster ist die jetzt einzelne Bremsscheibe am von 18 auf 19 Zoll gewachsenen Vorderrad. "Sparmaßnahme", glaubt der Kunde, "Reduktion aufs Wesentliche", nennt es der Marketing-Mann. Um 30 auf tiefe 690 Millimeter gesunken ist die Sitzhöhe. Aus dieser Kuhle heraus greift der Fahrer nach dem breiter gewordenen Lenker. Der coole Auftritt ist damit garantiert. Genauso mit der 2011er America. Lang und tief kommt sie daher, rollt vorn nur mehr auf 16 statt auf 18 Zoll. Der breiter gewordene Kotflügel vorn verschiebt das Styling des als Cruiser angetretenen Twins mehr in Richtung der populär gewordenen Bobber.

Hier geht's zu den Triumph-Neuheiten auf der Intermot:


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