Triumph Speed Triple (Track-Test) (Archivversion) Der neue Thrill: Megamoto

Die Sache hatte etwas Konspiratives. BMW und KTM trafen sich in Oschersleben zum Kräftemessen. Aber nicht im Dreck oder auf
der Kartbahn, wo man zumindest die Mattighofener eher vermutet hätte. Sondern auf dem normalen, wenn auch verkürzten Börde-Rundkurs. Eigens zu diesem Anlass hatte BMW die reinrassige Enduro HP2 auf 17-Zoll-Felgen und Rennreifen gestellt, während es bei der KTM 950 Supermoto keiner grundsätzlichen Modifikationen bedurfte. »Megamoto« ist das Stichwort, die beiden Hersteller sind auf der Suche nach der Wettbewerbsform für einen neuen Trend. Die Schwierigkeit: Die herkömmlichen Supermoto-Pisten sind zu eng, gewöhnliche Rennstrecken – das zeigt auch dieser Hockenheim-
Versuch – bei weitem zu schnell. Es muss wenigstens ein Sprung- oder gar ein Geländeanteil oder am besten beides her, um eine eigene Rennserie mit den hochbeinigen Boliden (über die Teilnahme von Ducati und Triumph
wird ebenfalls diskutiert) zu rechtfertigen. Übrigens: In Oschersleben gingen
beide Laufsiege an HP-BMWs, die von Peter Öttl und Markus Barth pilotiert wurden. Kein Wunder also, dass BMW die Entwicklung »wohlwollend
betrachtet«, auch wenn die KTM-Meute mit Roland Resch, Manolito Weling, Maik Appel und Alexander Blößl in Schlagdistanz lag.

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