Triumph Sprint ST (Dauertest: 50 000 km) (Archivversion)

...zu Startproblemen bei heißem Motor.
Seit dem jüngsten von insgesamt zwei Software-Updates für die Sprint ST sollte es keine Probleme mehr geben. Die Händler spielen die neue Software turnusmäßig im Rahmen einer fälligen Inspektion auf, bei Beanstandungen auch außer der Reihe.

...zur starken Wärmeabstrahlung des Drei-zylinders Richtung Füße und Unterschenkel.
Kunden, die damit Probleme haben, bekommen von uns drei zusätzliche Hitzedämmmatten montiert. Diese sind mittlerweile Serienstand und nachträglich auch dem Dauertest-Exemplar
zugute gekommen. Am 2007er-Modell sollen zusätzlich größere, tiefer liegende Öffnungen in der Verkleidung übermäßige Hitzeabstrahlung verhindern.

...zu den rubbelnden Bremsscheiben,
die nur knapp 29000 Kilometer hielten.
Sie lagen noch innerhalb der Toleranz für Seitenschlag. Dies ist ein Einzelfall, der bei schwimmenden Bremsscheiben selten vorkommen kann.

...zu sechs Sätzen verschlissener
hinterer Bremsbeläge am Test-Motorrad.
Die Ursache dafür liegt in einem nicht korrekt eingebauten Seegering am Radträger der Einarmschwinge. Dadurch konnte das Hinterrad um etwa 1,5 bis 2,0 Millimeter quer zur Fahrtrichtung verrutschen.

...zum wandernden Druckpunkt an der Vorderradbremse, der diverse MOTORRAD-Leser irritierte.
Die ersten ausgelieferten Fahrzeuge hatten eine
kleine 14er-Hydraulikpumpe. Später wurde diese durch eine 16er-Pumpe ersetzt. Kunden, die ein
Problem bemängeln, bekommen sie von uns
gratis nachgerüstet.

...zur recht sportlichen Sitzposition
mit etwas viel Last auf den Handgelenken.
Die drei Zentimeter höheren Lenkerstummel
des 2007er-Modells passen auch an ältere
Exemplare. Der Nachrüstkit kostet inklusive
längerer Leitungen und Züge 219 Euro; die
Montage geht extra.

...zu einzelnen Riefen in einem Zylinder,
an den Nockenwellen und deren Lagern.
Solch eine einzelne Riefe ist nichts Dramatisches, eher ein Schönheitsfehler. Vermutlich wurde ein Span aus der Bearbeitung durchgezogen. Insgesamt kann der Motor aus allen vorhandenen Einzelteilen problemlos wieder zusammengesetzt werden.

...zu ungleichmäßigen Laufspuren in
den oberen Pleuelaugen und Kolbenbolzen.
Sollten jetzt Teile getauscht werden, dann bloß,
weil sie ohnehin offen liegen. Aus technischer Sicht besteht nach 50000 Kilometern kein Grund zum Wechsel einzelner Teile.

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