Triumph Sprint ST: Gebrauchtberatung (Archivversion)

Einhelliges Lob über den begeisternden Motor und das spurtreue, komfortable Fahrwerk. Allerdings trüben zu häufig auftretende Verarbeitungsmängel Triumphs Image als englische Alternative zur Konkurrenz.

Bis jetzt haben meine Frau und ich mit der gelb lackierten Sprint ST mehr als 23600 Kilometer zurückgelegt. Bei der ersten Inspektion wurde der Motor der ST entdrosselt und kürzer übersetzt (kleineres Ritzel). Für besseres Licht bei Nacht wurde der zweite Scheinwerfer angeschlossen. Bei entspannter Fahrweise beträgt der Verbrauch etwas über vier Liter auf 100 Kilometer. Als beste Reifenpaarung hat sich der Michelin Pilot Road erwiesen, der auch bei Nässe super Grip aufbaut und nach 5000 Kilometern noch immer ein gutes Laufbild aufweist.Dirk Baransky, LaudenbachFürs Reisen habe ich mir von SBF erst einmal einen Tankrucksack zugelegt, dem kurze Zeit später ein Gepäckträger und zwei Koffer von Hepco & Becker folgten. Die bauen zwar sehr breit, aber die originalen aus dem Triumph-Zubehör sind für mich keine Alternative, da der dafür abzusenkende Schalldämpfer doch wirklich bescheiden aussieht. Der aktuelle Bridgestone BT 20 ist preislich und fahrtechnisch erste Wahl. Die montierte Hinterradabdeckung von Pyramid ist kostenmäßig eine echte Alternative, und schützt die Hebelei des Federbeins vor Spritzwasser. Nach einem Unfall bei Glatteis musste ich einen Großteil der Verkleidung ersetzen, was kräftig ins Geld geht. Nach problemlosen 47000 Kilometern in drei Jahren, die auch zu zweit angenehm über die Bühne gingen, kann ich fast nur Gutes über die Lady sagen.Ralf Schmitz, WesselingEine Tourenscheibe von MRA entlastet den Oberkörper bei höherer Geschwindigkeit, allerdings nimmt das Fahrgeräusch etwas zu. Ein Hepco & Becker-Topcaseträger sieht zwar komisch aus, ist aber zum Gepäcktransport ungeheuer praktisch und stabil. Ein Wilbers-Federbein mit Ausgleichsbehälter beruhigt das Heck, damit lässt sich das Fahrwerk schnell und effektiv diversen Optionen anpassen.Andreas Florig, BonnAn der Sprint ST muss eigentlich nichts verändert werden, denn die Maschine ist bereits im Serienzustand ein sehr guter Allrounder mit begeisterndem Motor sowie einem straffen und dennoch komfortablen Fahrwerk. Nicht ganz überzeugen kann das Triumph-Koffersystem. Es ist sicherlich nicht der technische Stand der Dinge, jedes Mal bei Montage der Koffer den Schalldämpfer verstellen zu müssen. Zudem sind die Koffer innen relativ zerklüftet, die schwarz lackierten Deckel außerdem sehr kratzempfindlich.Volker Wegener, DüsseldorfDie Sprint ST ist ein Leckerbissen, vor allem wegen des tollen Motors und des stabilen Fahrwerks. Der Charme der Britin lässt selbst erhebliche Verarbeitungsmängel (abfallende Blinkergläser und Spiegel, eingerissene Verkleidungsscheibe, undichter Kühler, loser Hauptständer, undichtes Getriebegehäuse, brechende Schalldämpferaufhängung) vergessen. Schon erstaunlich, dass mich die Sprint nie wirklich im Stich gelassen hat. Ich werde auch in Zukunft nicht auf das raue Dreizylinderfauchen verzichten wollen.Heiko Hinneburg, Zieko

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