Triumph T 509 Speed Triple (T) (Archivversion)

Die erste Speed Triple präsentierte Triumph Ende 1993. Auch damals konstruierten die Engländer kein komplett neues Motorrad, sondern griffen auf das bewährte Baukastenprinzip zurück: Das Fahrwerk der Ur-Triple stammt vom vollverkleideten Renner Daytona, so zum Beispiel der stabile Zentralrohrrahmen aus Stahl und die 43 Millimeter starken Standrohre der konventionellen Vordergabel und die kräftig zupackende Bremsanlage vorn von Nissin mit zwei 310er Bremsscheiben. Anlaß zur Kritik bot neben dem trägen Fahrverhalten besonders die Erstbereifung Marke Michelin Hi-Sport in den Größen 120/70 ZR 17 vorne und 180/55 ZR 17 auf der 5,5 Zoll breiten Hinterradfelge. Die Michelins vermittelten ein schwammiges Gefühl und in Schräglage neigte die Triple zum ständigen Kippen um die Längsachse. Zudem neigte die Maschine beim Bremsen in Kurven zu einem unangenehm starken Ausstellmoment. Viele Triple-Besitzer rüsteten deshalb auf andere Fabrikate um, wie zum Beispiel den Pirelli Dragon.Mit dieser Bereifung lassen sich die sportlichen Qualitäten der Triple besser auskosten. Denn schon der alte, vergaserbestückte Dreizylinder - ihn borgten sich die Techniker aus der Trident - sorgte für durchaus eindrucksvolle Fahrleistungen. Bulliger Antritt aus niedrigen Drehzahlen und ein gutes Durchzugsvermögen sind seine Stärken. Mit der neuen T 509 hat die britisch-konservativ anmutende Ur-Triple allerdings nur noch den Namen und - zumindest als Basis - den charakteristischen Reihen-Dreizylindermotor gemeinsam. Die letzte Serie des unverkleideten Renners legte Triumph mit dem kleineren 750er Motor auf, die laut Pressesprecher Uli Bonsels, »wegging wie warme Semmeln.“

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