Triumph T 695 (P) (Archivversion) Die Konkurrenten

Die Evolution treibt auch im Motorradbau mitunter seltsame Blüten. Beispiel Honda VFR: Als Sportler gestartet, mutierte sie zu einer eigenen Gattung, dem Sporttourer. Hier war sie jahrelang unangefochten, eroberte eine große und treue Fangemeinde. Mit der Ducati ST 2 erwuchs ihr nun eine ernsthafte Gegnerin (Vergleichstest MOTORRAD 7/1998).Beide vertrauen beim Motorenlayout zwar auf das V-Konzept und Einspritztechnik, damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf. Zwei- (Ducati) oder Vierzylinder (Honda), so lautet die Glaubensfrage. Das Hubraumdefizit der Honda (782 zu 944 Kubikzentimeter) fällt dabei, bezogen auf die Fahrleistungen, nicht ins Gewicht. Im Gegenteil: Sowohl in der Endgeschwindigkeit (238 zu 222 km/h) als auch in der Beschleunigung (0 - 100 in 3,4 zu 3,5 Sekunden) und im Durchzug (60 auf 100 km/h in 5,1 bzw. 5,8 Sekunden) distanziert sie die Ducati. Doch Fahrleistungen sind nicht alles. Wichtig bei Sporttourern: Das Fahrwerk und die Ergonomie des Arbeitsplatzes müssen passen. Auch hier entpuppt sich die Honda als Alleskönner, gleichermaßen handlich, spurstabil und bequem, während die Ducati ebenfalls komfortabel, aber eine Spur härter und sturer ist. Dafür besticht die Italienerin mit einem unbeirrbaren Geradeauslauf.Ein Patt herrscht beim Preis: 19 990 Mark kostet die Ducati, 19 890 die Honda (jeweils zuzüglich Nebenkosten). Da läge Triumph Deutschland mit »unter 20 000 Mark« genau richtig. So wie in Sachen Abgasreinigung. Triumph und Honda haben einen geregelten Katalysator,die Ducati hinkt diesbezüglich hinterher.

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