Unfairer Vorteil? (Archivversion)

Schneller als eine 125er – das ist die Kernfrage. Zum Vergleich auf drei Strecken diente eine KTM SX 125, in puncto Power die Referenz unter den 125ern. Außerdem war auf zwei Pisten eine YZ 426 F mitdabei. Vom Start weg kann die Viertakt-250er ihr breites nutzbares Drehzahlband ausspielen. Während die 125er bereits auf dem Startgatter schalten muss, zieht es die 250er im zweiten Gang gleichmäßig nach vorn. Ist es rutschig, rollt die 250er mit unglaublichem Speed in die Kurve hinein und ebenso unbeirrt wieder hinaus, da kann keine 125er mithalten. Auf der steinigen, zügig abgesteckten Piste in Figueres addieren sich Leistungsentfaltung, Traktion und Stabilität der 250er zu rund drei Sekunden Vorsprung. Gegen die ruppige, bärenstarke 426er hat die kleinere Schwester jedoch keine Chance. Im tiefen, nassen Sand in Hagenau ist die gute 250er-Zeit dagegen erstaunlich. Fahrer Andi Kanstinger war mit der 426 kaum schneller. Tiefe Rillen und Wellen vor den Kurven brachten reichlich Unruhe ins 426er-Fahrwerk. Dagegen ist es mit der nervösen 125er schwer, den Motor stets im schmalen Leistungsband zu halten. Die Strecke in Dielheim war weniger tief, aber nass und rutschig. Auf derartig schwierigem Geläuf lässt sich der Viertakter auf Anhieb auch von einem 125er-Spezialisten entschieden einfacher bewegen. RundenzeitenDie genannten Werte sind nicht unbedingt repräsentativ und auf alle Crosspisten übertragbar, zeigen aber eine Tendenz auf. Je nach Streckenverhältnissen und Fahrer können sich andere Relationen ergeben. Grundsätzlich ist die YZ 250 F bei solchen Vergleichsfahrten leicht bevorteilt, weil es im Gegensatz zu den beiden Konkurrentinnen keine Umstellungsprobleme gibt.YamahaYZ 250 FKTMSX 125Yamaha YZ 426 FFigueres/E*1:46,31:49,61:44,3Hagenau/F*2:07,32:09,12.07,2Dielheim/D**1:xx,x1:xx,x-*Andi Kanstinger **Max Ritter; Bestzeit von die gezeiteten Runden

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