Interview mit den Vectrix-Spezialisten Paul Schuster und Sven Wedemeyer Vectrix knackt Schallmauer von 100 Kilometer Reichweite

Der neue Vectrix VX-1 Li+ hat als erstes E-Bike die Schallmauer von 100 Kilometern Reichweite geknackt. MOTORRAD traf die Vectrix-Vertriebsleute Paul Schuster und Sven Wedemeyer.

Foto: Schmieder

Knapp 12000 Euro sind für einen Roller eine Menge Geld. Gibt es eine Nachfrage nach High-End-Elektrofahrzeugen?

Schuster/Wedemeyer: Mehr als wir es selbst erwartet haben bei 3600 Euro Aufpreis auf den Standard-Vectrix. Aber große Reichweite bei weniger Gewicht, das zieht. Wir haben bereits ältere Vectrix-Roller von Nickel-Metallhydrid- auf Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus umgerüstet, damit sich die Reichweite fast verdoppelt.

Bei Neuverkäufen macht die neue Technologie fast die Hälfte aus. Alles in allem hat Vectrix seit 2008 über 400 Elektroroller in Deutschland verkauft, Tendenz steigend. 

Wer sind typische Vectrix-Käufer, was erwarten sie?

Schuster/Wedemeyer: Neben Firmenflotten und Kommunen vor allem Männer ab 45, die mit gutem Gewissen fahren wollen. Das sind ganz normale Leute, Alltagsnutzer und Berufspendler, nicht mehr bloß Elektropioniere. Sie schätzen geringe Betriebskosten von rund 1,50 Euro auf 100 Kilometer und nur zwei Stunden turnus-mäßige Wartung pro Jahr. Das schafft kein Benziner.

Halten denn die Akkus lange genug durch?


Schuster/Wedemeyer: Zwei Jahre Garantie umfassen auch die Akkus. Alle unsere Batterien haben ihre Haltbarkeit mittlerweile bewiesen, funktionieren im Alltag problemlos. Wir erwarten 1500 Ladezyklen, rund 150000 Kilometer. Ein Vectrix mit Lithium-Technik fuhr in 80 Fahrtagen um die Welt, 30000 Kilometer auf eigener Achse.

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