Vier Motorrad-Wunschträume Traumzeit

Zeichnung: Kraft
Es ist ein wenig wie bei der Harley-Davidson XR 1200: Da werden Designelemente wie ein runder Luftfilterkastendeckel verwendet, die ihren Ursprung im US-amerikanischen Dirt-Track-Sport haben, wo auf Ovalbahnen immer linksherum gefahren wird. Doch sie zieren einen Flitzer, der wie geschaffen scheint für Kurven aller Art. Als Antrieb der zierlichen Maschinen wären die 90-Grad-Suzuki-V2 mit 1000 und 650 cm3 gleichermaßen geeignet; es stünden also 98 und 72 PS zur Verfügung. Der 1000er hat in den großen SV-Modellen schon bewiesen, dass er sogar´für rund 120 PS gut wäre. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, welche Dynamik das von allem Überflüssigen befreite Motorrad damit entfalten würde.
Um Gewicht, Platz und Produktionskosten zu sparen, verzichtet die Cannonball auf einen Rahmen im eigentlichen Sinn. Sie erhält stattdessen Leichtmetall-Gussteile, die mit dem tragenden Motor verschraubt werden. Der seinerseits durch Streben im Zylinder-V versteift wird. Zur Aufnahme des Lenkkopfs dient ein Monocoque-Gusskasten, die Schwingenachse sitzt in einem Gerüst aus zwei seitlichen Profilen und Querstreben.
Leider hat die Studie eher geringe Aussichten, gebaut zu werden. Suzuki-Produktplaner sind skeptisch gegenüber neuen Zweizylinder-Modellen. Die eher zaghaften Verkaufserfolge beider TL 1000 wie auch der SV 1000 haben viele in der Ansicht bestärkt, Suzuki stehe vor allem für Vierzylinder-Reihenmotoren. Ob’s wirklich daran liegt? Schließlich hat es Suzuki noch nie mit einem so attraktiven Zweizylinder versucht wie der Cannonball.

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