Volles Haus

Schon vor einigen Jahren schrieb MOTORRAD: In Koblenz wird Hallentrial nicht nur organisiert, sondern inszeniert, ja zelebriert. Und diesem Urteil bleiben wir seitdem treu. Jedes Jahr aufs Neue. Denn in der Tat hat die Truppe des veranstaltenden MSF Winningen den Dreh raus. Von der Präsentation über die Moderation bis hin zur Konstruktion der Sektionen ist die Liebe zu diesem Sport zu spüren. Und das beileibe nicht nur bei den Organisatoren. Selbst Doug Lampkin höchstpersönlich schwärmt von der »netten Atmosphäre und der beeindruckenden Mühe, die sich diese Leute geben«. Deshalb ist die Koblenzer Kletterpartie mittlerweile zum festen Bestandteil der Indoor-Trial-WM avanciert. Nach dem Auftakt in Sheffield/England kreuzen die Stars der Szene am 12. Januar 2002 am Rhein auf. Ob der amtierende Champion Doug Lampkin, sein Landsmann Graham Jarvis, Ex-Weltmeister Marc Colomer oder die jungen Spanier Marc Freixa und Adam Raga, wer Rang und Namen hat, wird in der Sporthalle des Koblenzer Stadtteils Oberwerth antreten.Für all die, die beim Run auf die insgesamt 3500 Karten das Nachsehen haben, beibt – will man in der Gegend bleiben – nur der folgende Tag übrig. Auf leicht modifizierten Sektionen kämpfen die Besten der hiesigen Balancekünstler um die Internationale Deutsche Hallentrial-Weltmeisterschaft. Wohlgemerkt: Das Spektakel um den Sport herum, bleibt auch bei den germanischen Freeclimbern imposant. Wer beides verpasst hat oder sowieso nie genug bekommen kann, der darf sich vorab auf den zweiten der beiden Indoor-Trial-WM-Läufe in Deutschland in der Stadthalle in Bremen am Samstag, den 2. März freuen. InfosKoblenz, Indoor-WM, 12. 1. 2002, 19 Uhr, Eintritt 30,17 €Koblenz, Indoor-DM, 13. 1. 2002, 15 Uhr, Eintritt 14 €Telefon 0261/9121107, Internet: www.hallentrial.de.Bremen, Indoor-WM, 2. 3. 2002, 19.30 Uhr, Eintritt 15,50 – 35 €Telefon 0421/353637, Internet: www.stadthalle-bremen.deUnd wer alle Chancen vertat, dem bleibt nur noch das lange Warten auf die nächstjährigen Indoor-Events. Denn innnerhalb Deutschlands werden die Stars der Branche in diesem Jahr nicht mehr zu sehen sein. Denn die Outdoor-WM macht, seit ein spanisch-italienisches Vermarktungskonsortium potentiellen Veranstaltern in finanzieller Hinsicht die Daumenschrauben schmerzlich anzieht, um Deutschland einen großen Bogen.

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