Vorstellung: Bimota DB7 Leistungssprung

Edel, edler, Bimota. Auch 2008 bleibt die italienische Manufaktor ihrem Ruf treu, selbst die Tüpfelchen auf dem i hohlzubohren, von innen zu verchromen und außen mit Sichtcarbon zu schonen. Der jüngste Streich: die DB7

Foto: Bimota
Diese wunderbaren gefrästen Teile: Falls irgendjemand bezweifeln sollte, dass sich eine Bimota heute noch auszeichnen kann unter Serienmotorrädern, die stärker, leichter und edler sind, als Bimotas in der Epoche ihrer Legendenbildung waren, dann führt ihm die DB7 eine Antwort spektakulär vor Augen. Ob es die Verbindungselemente der Rahmen- und Schwingenstreben sind, die Gabelbrücke, die Achs- und Bremszangenaufnahme vorn, der Kettenspanner hinten oder die Handhebel – überall prunken die aus massiven Leichtmetallblöcken gearbeiteten Schmuckstücke. Dass ihre Oberflächen nicht vollkommen geglättet werden, sondern in feinen Strukturen den Weg des Fräskopfes zeigen, erhöht noch ihren Reiz.
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Foto: Bimota
Darüber hinaus gehört es zur Bimota-Tradition, stets etwas leichtere Motorräder zu bauen als die Firmen, von denen man die Motoren bezog. Das war zu Zeiten der Yamaha FZR 1000 oder Suzuki GSX-R 1100 nicht so schwierig wie bei der Ducati 1098, welche zu den leichtesten Supersportlern zählt. Doch eine minimalistische, übrigens mit höchster Sorgfalt ausgeführte Rahmen- und Schwingenkonstruktion sowie ein freitragendes Rahmenheck sollen die DB7 auf ein Trockengewicht von 168 Kilogramm drücken – 5 Kilogramm weniger als die 1098. Man darf gespannt sein, wie dieses Fahrwerk die energischen Drehmomentattacken des Testastretta evo­luzione wegsteckt. Denn die Schwinge der DB7 ist nur im Motorgehäuse gelagert, das zudem die gewaltigen Kräfte der Hinterradfederung allein aufnehmen muss. Beim Chassis der 1098 wird dieser Bereich durch eine zusätzliche Gitterrohrstruktur verstärkt.

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