Vorstellung Honda CBR 600 RR (Archivversion)

Die kleine Blade

Hondas supersportliche Doppelspitze, die 1000er-Fireblade und die CBR 600 RR, rückt näher zusammen. Denn die neue 600er hat viel von der Blade übernommen.

Es ist ein Geben und Nehmen: Im Winter 2002/2003 präsentierte Honda die erste Auflage der CBR 600 RR, ein Motorrad, das so radikal sportlich ausgelegt war, wie es sich der weltgrößte Motorradhersteller zuvor nicht getraut hatte. Ein Jahr später debütierte die Neuauflage der Fireblade, erstmals mit echtem 1000er-Motor, aber auch mit vielen Konstruktionsmerkmalen, welche die 600er vor-
gegeben hatte. Das an der MotoGP-Maschine orientierte Rahmenlayout etwa, die kunstvoll gebaute Schwinge mit innenliegendem Federbein oder die Auspuffmündung oben im Heck. Alles mit dem Ziel, die Masse des Motorrads nahe am Schwerpunkt zu versammeln, um die Fahreigenschaften zu optimieren.
Jetzt steht die neue Auflage der CBR 600 RR vor der Tür, und die wiederum hat viel von der aktuellen Fireblade abgeschaut. Als augenfälligste Neuerung sind hier die Upside-down-Gabel, freilich mit 41er- statt 43er-Gleitrohren, und die radial verschraubten Bremszangen zu nennen. Honda verweist auf geringere unge-
federte Massen aufgrund der neuen Gabel und bessere seitliche Abstützung der Bremszangen durch die kräftigen Aufnahmen. Die neuen Teile seien jedoch hauptsächlich auf Wunsch der Motorrad-Fachpresse und der Öffentlichkeit gewählt worden. Ein Schmuckstück bleibt die Hinterradschwinge der 2005er-CBR, sie erhält eine überarbeitete Form und neue, integrierte Aufnahmen für die Kettenspanner.
Im Zuge der Erfahrungen mit dem Chassis konnten die Ingenieure das Gewicht des Haupt- und Heckrahmens um rund 2,2 Kilogramm senken. Weitere Erleichterungen an den neuen Verkleidungsteilen sowie Motor und Auspuff addieren sich auf fünf Kilogramm Gewichtsersparnis; die 600 RR müsste demnach etwa 195 Kilogramm vollgetankt wiegen.
Am Motor wollen die Honda-Entwickler durch eine Verengung der Ansaugkanäle das Drehmoment im mittleren Bereich verbessert haben. Von der aktuellen Fireblade wurde zudem die Molybdänbeschichtung der Kolben übernommen. Die maximale Leistung ist noch nicht bekannt, sie soll jedoch geringfügig über der des Vorgängermodells liegen.
Der Alltagstauglichkeit dienen die modi-
fizierten Scheinwerfer und die serienmäßige Warnblinkanlage. Auf Wunsch und gegen
Aufpreis ist eine Alarmanlage erhältlich; als mechanische Diebstahlsicherung auch ein Bügelschloss. Das übrige Zubehörangebot läuft unter dem Thema Optik-Tuning; es umfasst allerlei Abdeckungen im Karbonlook.
Über den Preis der neuen CBR 600 RR kann bisher nur spekuliert werden: Da 600er in Deutschland zurzeit nicht sehr gefragt sind, sollte sie nicht viel mehr kosten als die Vorgängerin, also noch unter 10500 Euro.
Anzeige

Honda CBR 600 RR Modell 2005 (V) (Archivversion)

Motor
Wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, zwei oben liegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Einspritzung, Ø 40 mm, geregelter Katalysator mit Sekundärluftsystem, Sechsganggetriebe, O-Ring-Kette.
Bohrung x Hub 67,0 x 42,5 mm
Hubraum 599 cm3
Verdichtungsverhältnis 12:1
Nennleistung k. A.
Max. Drehmoment k. A.

Fahrwerk
Brückenrahmen aus Aluminium, Upside-down-Gabel, Ø 41 mm, verstellbare Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Zweiarmschwinge aus Aluminium, Zent-
ralfederbein mit Hebelsystem, verstell-
bare Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Doppelscheibenbremse vorn,
Ø 310 mm, Vierkolben-Festsättel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Einkolben-Schwimmsattel.
Reifen 120/70 ZR 17; 180/55 ZR 17

Maße und Gewichte
Radstand 1395 mm, Lenkkopfwinkel 66 Grad, Nachlauf 95 mm, Federweg v/h 120/130 mm, Sitzhöhe 820 mm, Gewicht vollgetankt k. A., Tankinhalt/Reserve 18/
3,5 Liter.

Garantie zwei Jahre
Farben Rot/Blau/Silber, Schwarz/Silber, Blau/Schwarz
Preis k. A.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote