Vorstellung Honda Hornet 900 (Archivversion) Dicker Brummer

Starke und schwere Naked-Bikes gibt es bereits viele. Mit der Hornet 900 bereichert Honda die Klasse mit einem leichten und agilen Motorrad zu einem annehmbaren Preis.

Die Naked-Bike-Klasse entwickelt sich mit großen Schritten weiter. Suzuki setzte dieses Jahr das Hubraumlimit auf 1400 cm3, Yamaha die Leistungsgrenze auf 143 PS. Honda fehlte bislang ein entsprechendes Gegengewicht. Die X-Eleven verlor mit ihrem extravaganten Styling bei den Verkaufszahlen gegen die meist hausbackene Konkurrenz. Weshalb bei der neuen Hornet 900 lediglich die beiden hochgezogenen Schalldämpfer für Pep sorgen, der Rest ist schick, aber zahm.Das Rezept erscheint einfach. Doch den Motor der 919 cm3 großen 1998er-CBR 900 RR, der normalerweise in einem ultraleichten Aluminiumchassis steckt und durch Fallstrom-Einlasskanäle atmet, in eine Rückgrat-Stahlrohrrahmen-Konstruktion zu bauen, bedeutete viel Arbeit. Ungewöhnlich die Schwingenlagerung, die getrennt vom Hauptrahmen direkt am Motorgehäuse angeflanscht wird. Der Motor wurde entschärft. Er atmet über eine Einspritzanlage aus einer konventionell unter der Sitzbank angebrachten Airbox. Die konventionelle Anordnung der Einlasskanäle kosten ihn einige PS. Doch über 100 PS sind für ein unverkleidetes Motorrad mehr als genug, zumal sie nur etwa 200 Kilogramm zu beschleunigen haben dürften. Für Vergnügen ist also gesorgt.

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