Vorstellung Neander (Archivversion) Nagel-Tier

Das verflixte siebte Jahr also bringt den Durchbruch. So lange nahm sich die Neander von der Idee bis zur Serienreife Zeit. Doch nun wird das erste Turbo-Diesel-Serienmotorrad der Welt vom Stapel laufen. Einen ersten Vorgeschmack darauf brachte ein Fahrbericht in MOTORRAD 15/2005. Seither hat die Neander noch einige Änderungen erfahren. Wie die neue, gewaltige Vierrohr-Gabel. Und gegenüber dem damals gefahrenen Prototyp stieg das Drehmoment von 145 auf 214 Newtonmeter. Wer fragt da noch nach PS? Vor allem, wenn die Technik so ein-zigartig ist. Der 1,4 Liter große Vierzylinder besitzt zwei gegenläufig rotierende Kurbelwellen, zwei fliegend gelagerte Pleuel pro Kolben, dazu ein Lader mit variabler Geometrie. Und nicht zuletzt den Zylinderkopf mit senkrechten Ansaugkanälen und diagonal gegenüberliegenden Ein- und Auslasskanälen.
Die Optik des Urviechs wandelt in den Augen der Erbauer irgendwo zwischen »schlichter Eleganz und derber Männlichkeit«. Hätten wir nicht treffender formulieren können. Auf jeden Fall bekennen sich die Macher der Neander zu 100 Prozent
Handarbeit und Einzelanfertigung. Zusätzlich soll der Kunde in den Genuss einer 24-Stunden-Service-Hotline kommen. Damit ist klar: Billig wird die Neander nicht. Über die genaue Größe des Kraters, den ihr Aufschlag im Konto hinterlässt, gibt es noch keine exakten Erkenntnisse, nur, dass »der Kaufpreis den gemeinen Gassenrocker und Wochenendheizer aussortiert«. Starke Worte, die sich sicher bis zum Fahrbericht, der in einer der nächsten Ausgaben folgen wird,
in eine Zahl kleiden lassen.

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